
Eine Wäscheklammer als Visitenkarte: Diese Idee von Andrew Weir gewann im vergangenen Jahr den Hauptpreis bei den Gecko Awards.
26 Bewerbungen gab es in diesem Jahr für den Gecko-Award der namibischen Werbeindustrie. Glenda Manthe Grobbelaar vom Republikein findet: „Das ist ziemlich wenig.“ Doch irdgendwie, so sagt sie, ist trotzdem alles im grünen Bereich: „Die Bewerberzahlen gehen ständig rauf und runter“. Vielleicht liege das daran, dass die Agenturen bisweilen nicht genügend gute Werbekampagnen hatten, die sie einreichen könnten.
Democratic Media Holdings (DMH) hatte den Award im Jahr 1996 ins Leben gerufen und neun Jahre lang ausgerichtet. 2005 dann gab DMH den Gecko-Award an Reptiles Incorporated ab. Die Werbeindustrie hatte die gemeinnützige Organisation eigens für diesen Zweck gegründet. „Wir haben den Award zu einem Zeitpunkt abgegeben, als er sehr erfolgreich war“, sagt Manthe Grobbelaar. Dies sei der richtige Augenblick gewesen, um den Award „auf eigene Füße zu stellen“. Bis heute wird die Organisation der Jury immer noch von Manthe Grobbelaar übernommen. Doch im nächsten Jahr wird sie nach eigenen Angaben auch diese Aufgabe an Reptiles Incorporated abgegeben.
Jedes Jahr reichen Werbeagenturen ihre besten Arbeiten des Jahres für den Gecko Award ein. Die Jury verleiht Preise in acht verschiedenen Hauptkategorien wie Handwerk, Außenwerbung, Design, Radio, Print, Fernsehen, werbliches Marketing und vermischte Medien. Die Agenturen können eine Werbung durchaus für verschiedene Kategorien gleichzeitig einreichen. Pro Kategorie wird eine Anmeldegebühr von N$ 350 fällig. Die höchste Auszeichnung ist der Grand Prix. Im vergangenen Jahr hieß der Gewinner Andrew Weir von Weirdesign. Er hatte die Jury mit seiner Idee überzeugt, eine Wäscheklammer als Visitenkarte zu gestalten.
Weir ist als Gewinner des vergangenen Jahres nun für die Gestaltung der Award-Verleihung zuständig. Die steht diesmal unter dem Motto „Ghetto“. Mitorganisatorin Conny Pimenta verrät im Vorfeld im Gespräch mit WAZon, wie das diesjährige Thema umgesetzt wird: „Wir haben einen Graffiti-Künstler aus Deutschland eingeladen, der unser Show-Zelt im Ghetto-Stil gestaltet.“
Neu bei den Gecko-Awards ist laut Manthe Grobbelaar in diesem Jahr ein Nachgespräch zwischen den Bewerbern und der Jury. Dadurch sollen die Agenturen die Möglichkeit bekommen, Informationen über Lob- und Kritikpunkte an ihren Arbeiten zu erhalten und daraus zu lernen.
Die Gecko-Awards werden am Freitag, den 9. März, ab 18.00 Uhr auf dem Windhoeker Messegelände verliehen. Karten sind noch unter 081-1289324 zum Preis von N$ 450 erhältlich.