
Verabschiedung in den Räumen der deutschen Botschaft, kurz bevor die namibischen Schüler nach Deutschland abgereist sind – v.l.n.r.: Julia Perestrelo (Goethe-Zentrum), Matthias Hansen (deutsche Botschaft), Joanna Haufiku (DHPS Windhoek), Tuvahanga Haipinge (Ella-du-Plessis-Oberschule Windhoek), Florence Tjaveondja (Namib-Oberschule Swakopmund), Uvangua Kahungi (DHPS Windhoek), Hans-Christian Mahnke (deutsche Botschaft) und Sabine Aquilini (Goethe-Zentrum).
Vier Wochen lang lernen sie dort Land und Leute und vor allem die Sprache des Gastlandes kennen. Qualifiziert hat sich das Quintett durch die erfolgreiche Teilnahme am Sprachwettbewerb für Deutsch-Fremdsprachenschüler (DaF), der vergangenes Jahr am Goethe-Zentrum in Windhoek stattgefunden hat. Das Austauschprogramm wird unter Verantwortung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) organisiert.
Bei einer kleinen Verabschiedungszeremonie in den Räumen der deutschen Botschaft vor zwei Wochen erwähnte Matthias Hansen, Ständiger Vertreter an der deutschen Botschaft, dass sich knapp 500 Jugendliche aus 90 Ländern für einen solchen Aufenthalt in Deutschland qualifiziert hätten. Dass davon fünf aus Namibia kommen, sei eine beachtliche Leistung. „Wir sind froh, dass wir in diesem Jahr fünf Schüler nach Deutschland schicken können“, so Hansen, der darauf hinwies, dass sich das Austauschprogramm seit über 20 Jahren zu einer festen Tradition in Namibia etabliert habe. „Dies zeigt den Stellenwert der deutsch-namibischen Beziehungen“, sagte der Diplomat und versicherte den Jugendlichen angesichts der renommierten und erfahrenen Institution PAD, dass sie „in guten Händen“ seien.
Der vierwöchige Aufenthalt in der Bundesrepublik sei eine „ausgezeichnete Gelegenheit, die Deutschkenntnisse zu vertiefen“, führte Hansen aus. Nicht ohne Grund sind die Jugendlichen, deren Alter 17 bzw. 18 Jahre beträgt, in Gastfamilien untergebracht und nehmen zeitweise auch am Unterricht in Schulen teil. Die Schüler sollten „möglichst nur Deutsch sprechen (auch mit ihren Landsleuten)“, heißt es in den Programmunterlagen, die jedem Teilnehmer ausgehändigt wurden. „Taucht ein in die Sprache“, gab Matthias Hansen den Namibiern auf den Weg, und: „Ihr seid dort Botschafter für Namibia und die deutsch-namibische Freundschaft. Außerdem wird Eure Persönlichkeit dadurch gestärkt.“
Die Stationen der Deutschland-Tour bezeichnete er als „gute Wahl“. So werden die namibischen Jugendlichen – die in zwei Gruppen mit Schülern aus anderen Ländern aufgeteilt sind – in Andernach, Berlin, Bonn, Köln, München, Potsdam und Wadern sein. Auf dem Programm stehen unter anderem Stadtrundfahrten sowie Exkursionen durch Städte und die Umgebung, Vorträge, Museumsbesuche, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen sowie eine Fahrt auf die Zugspitze. Der Aufenthalt endet mit einem Abschlussfest, am 7. September geht es für das hiesige Schülerquintett wieder zurück in die Heimat Namibia.