
Die namibische Jury bei der Vorauswahl für die Bank Windhoek Triennale: Rika Nel, Imke Engelhard, Dias Machate und Zodidi Gaseb.
Über 260 Arbeiten von 89 Künstlern wurden für die erste Bank Windhoek Triennale eingereicht. Der Kunstwettbewerb, der die einstige Standard Bank Biennale ersetzt und deren über 20-jährige Tradition fortsetzt, wurde bereits zu Beginn des Jahres ausgeschrieben. Am vergangenen Freitag hat sich die Jury zu einer Vorauswahl der eingereichten Werke getroffen, bis Sonntag wurde entschieden, welche Arbeiten es in die Ausstellung in der Windhoeker Nationalgalerie schaffen und welche nicht. Von Montag bis Donnerstag dieser Woche ging es in die zweite Runde der Bewertung. Heute Abend ab 19 Uhr findet schließlich die Preisverleihung statt, wenn die Ausstellung eröffnet wird.
Die Jury besteht aus vier lokalen Kunstkennern – Dias Machate, Rika Nel, Imke Engelhard und Zodidi Gaseb – sowie einem Richter von der Elfenbeinküste: Yacouba Konate. Der Gastrichter ist Professor für Philosophie und Ästhetik an der Universität von Abidjan. Konate ist auch Vorstandsmitglied der International Association of Art Critics und als EU-Experte für kulturelle Entwicklung bekannt. Als Autor, Kurator zahlloser Ausstellungen und Berater für Kulturentwicklungsprojekte leitet er außerdem das Afrikabüro der Jean Paul Blachère Foundation.
Die vierköpfige namibische Jury besteht aus einem Mann und drei Frauen mit künstlerischem Hintergrund: Rika Nel, die Bildende Künste an der Universität von Pretoria studierte, ist seit langen Jahren Dozentin am Windhoek College of Education. Imke Engelhard, Juwelierin aus Swakopmund, diente schon in der Jury der Standard Bank Biennale, und Zodidi Gaseb, studierte Künstlerin an der Border Technikon School of Applied Arts in East London, Südafrika, arbeitet heute als Graphik-Designerin, Juwelierin und Dichterin. Das Frauenteam wird von Bildhauer Dias Machate unterstützt, der für fünf Jahre an der Universität von Namibia und mehr als zehn Jahre an der Universität von Maputo in Mosambik lehrte. Machate studierte Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.
Wie die Veranstalter der Triennale im vergangenen Jahr bekannt gaben, soll das künstlerische Schaffen Namibias in drei verschiedenen Kategorien beurteilt werden: zweidimensionale, dreidimensionale und digitale Kunst. Nach neusten Informationen gibt es in jeder Kategorie drei Preise – Gold, Silber und Bronze.