Die heutige Titelseite

 

Newsletter


Regen in Namibia

 

Vom  2.04.2009

Arbeitsreiche Wochen voller Spaß

Wilfried Hähner und Carol-Jean Tap müssen als Prinzenpaar abdanken

Heute enthüllt der WIKA, wer das Prinzenpaar des Jahres 2009 ist. Wie sich ein Jahr als Prinz oder Prinzessin anfühlt, wissen Wilfried Hähner und Carol-Jean Tap, die das Prinzenpaar des vergangenen Jahres waren. Heute werden sie beim Prinzenball abdanken müssen und ihr Amt an noch Unbekannte übergeben.

© AZ-Archiv
Carol-Jean I und Willi I als Prinzenpaar beim WIKA-Umzug 2008.
Das Prinzenpaar Willi I (Wilfried Hähner) und Carol-Jean I (Carol-Jean Tap) stand vor genau einem Jahr zum ersten Mal auf der Bühne. Das Licht der Scheinwerfer brannte, die Antrittsrede stand bevor und vor ihnen erwartete ein großes Publikum mit Spannung den ersten Auftritt des Prinzenpaares. „In diesem Moment bin ich tausend Tode gestorben“, erzählt Wilfried Hähner. Der bekannte Radiomoderator redet zwar jeden Tag zu einer großen Menge von Zuhörern. Am Prinzenball war er aber besonders aufgeregt, denn da blickte er all seinen Zuhörern direkt ins Gesicht. Unterstützung vom letzten Prinzenpaar gab es nicht, denn bis zum Prinzenball wurde strengstens geheim gehalten, wer das Amt der Prinzessin und des Prinzen übernahm. Wenigstens konnte das Prinzenpaar auf den Austausch mit dem WIKA-Komitee pochen. Im Vorhinein hatten Wilfried Hähner und Carol-Jean Tap sich des Öfteren getroffen, um die Reden und den Wagen für den Umzug vorzubereiten. Für beide war das aber weniger Arbeit als Spaß. Auch wenn es für den Prinzen weniger Spaß bedeutete, seine Uniform noch einmal umzuändern, hat sich die Prinzessin über das Kreieren ihres Kleids gefreut. Ihr Kleid ist auch genauso geworden, wie sie es sich vorgestellt hatte, erzählt Tap. Im Vorhinein musste sie sich nämlich viele Gedanken darum machen, wie es aussehen soll, aus welchem Stoff es gemacht wird und wer das Kleid nähen soll. Ab Februar hatte sie ihre Zeit damit verbracht, ihr Kleid zu designen. Schließlich war keiner der beiden darauf gefasst, der Prinz oder die Prinzessin des Jahres 2008 zu werden, auch wenn man bei Wilfried Hähner als Person des öffentlichen Lebens schon im Jahr zuvor gemunkelt hatte, ob der bekannte Radiomoderator vom WIKA-Komitee zum Prinzen ernannt werden könnte. Dass sich diese Vorstellung 2008 erfüllen sollte, darüber war selbst Hähner überrascht und nutzte seine Anstellung beim NBC aus: In einem NBC-Umhang stieg er bei seinem Prinzenball als Journalist auf die Bühne, um das Publikum in die Irre zu führen und warf erst dann den Mantel ab, der sein Prinzenkostüm bedeckt hatte. Nicht nur von seinen Freunden und seiner Familie, sondern auch von seinen Hörern, bekam er positive Resonanzen. Mit der Karnevalsliebhaberin Carol-Jean freute sich vor allem ihre Familie: Denn schon als kleines Kind ging sie in Swakopmund beim Karnevalsumzug mit. Als sie dann nach Windhoek umzog und zwei Jahre nicht am Umzug mitgehen konnte, vermisste sie es schon, aktiv teilnehmen zu können: „Das war ein Muss wieder reinzukommen,“ spürte sie. Deshalb zog es sie im Jahr ihrer Amtszeit auch als Gast nach Swakopmund und Otjiwarongo, wo jeder sie kannte. Ohne Willi I musste sie reisen, weil der durch seiner# Arbeit verhindert war. Aber nicht nur Carol-Jean Taps Eltern, sondern auch ihre Freunde waren davon überrascht, als ihre Freundin Prinzessin wurde – auch wenn viele das schon für ein paar Jahre später erwartet hatten. Während den Karnevalstagen wurde sie dann persönlich und auch per SMS mit Glückwünschen überschüttet – sowohl von Mitgliedern des WIKA, als auch von völlig fremden Menschen. Für Carol-Jean Tap war es aber selbstverständlich, auch die Menschen zu begrüßen, die sie nicht kannte und sie zu fragen, wie ihnen der Umzug gefiel: „Das ist doch da Bild des WIKAs.“ Dass das Interesse an ihnen bestehen bleibt, merkt das Prinzenpaar, auch wenn zur Zeit ein neues Prinzenpaar eingeführt wird. Für sie ist es wichtig, dass man als zukünftiger Prinz oder Prinzessin keine Angst haben darf, mit Menschen zu sprechen, auf der Bühne zu stehen und eine Rede zu halten: „Schließlich wartet jeder auf dich und starrt dich an,“ sagt Wilfried Hähner. Was beide an ihrem WIKA so lieben, ist, dass ganz Namibia an dem Karneval teilnimmt. Denn schon lange will man mit den internationalen Abenden, bei denen Vorträge in Deutsch, Englisch und Afrikaans gehalten werden, alle Sprachgruppen Namibias ansprechen. „Am Tag des Umzugs ist die Independence Avenue gesäumt von allen Bevölkerungsgruppen. Der WIKA ist zu einer Attraktion für alle Namibier geworden“, sagt Wilfried Hähner und Carol-Jean Tap stimmt ihm überzeugt zu.
Archiv


Wetter

Air Berlin

 

EES GANZ PRIVAT