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Vom 26.11.2009

Vor der Wahl verloren

Morgen ist der erste Wahltag zu den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. 14 Parteien treten dazu an – diese Beteiligung ruft Erinnerungen an den Urnengang im Jahr 1989 hervor. Fast 20 Jahre nach Unabhängigkeit ist das politische und Engagement wieder gewachsen. Das ist ein gutes Zeichen. Allerdings spricht Quantität nicht gleich für Qualität sprich Professionalität. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit haben die politischen Gruppierungen zwei Jahrzehnte nach Unabhängigkeit fast durch die Bank versagt. Das ist die erste Niederlage vor dem Urnengang – für die Wähler und letztlich die Parteien selbst.

Gern hätten wir Ihnen, liebe Leser, in dieser Woche die Kernaussagen aus den Konzepten der Parteien präsentiert. Ein Schreiben ging dazu an alle Kandidaten. Wir haben gefragt: Wie stehen Sie zu Arbeitslosigkeit & Armut bzw. Wirtschaft & Investoren, Bildungswesen, Gesundheitswesen, Sicherheit & Justiz, Landreform, Korruption, Umwelt- und Naturschutz sowie Lebensstandard der Menschen (Wohnungsbau, Wasser- und Elektrizitätsversorgung). Und wir haben uns auf die Antworten gefreut. Doch nur eine Partei hat reagiert: die MAG.

Die Chance, einen Teil der Wähler kurz und prägnant (und gratis) über eigene Programme zu informieren, wurde vertan. Dieses Verhalten ist nicht nur unprofessionell, sondern auch töricht. Schade.

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