Die Zeit für den Diktator Mugabe und sein Terror-Regimes läuft an mehreren Fronten Schritt um Schritt aus. Zum ersten Mal hat der UN-Sicherheitsrat, haben die Afrikanische und die Europäische Union und zumindest das Nachbarland Sambia das Unding der letzten Wahl in zaghaftem Einklang verurteilt, weil eine so genannte Stichwahl unter totaler Pressezensur, unter chronischem Terror und wegen der willkürlichen Verschiebung der Wahl außerhalb der gesetzlichen Frist von drei Wochen – es wurden drei Monate daraus – keine Wahl, sondern nur eine Farce sein kann.
Mugabe hat die Demokratie durch blutige Gewalt in seinem Land mit den Füßen getreten und untergehen lassen. Mugabe hat sich nach der Apartheid und nach Idi Amin von Uganda zum größten Rassisten Afrikas profiliert. Seine Schlägertrupps haben nun auch den 75-jährigen Farmer William Michael Campbell brutal misshandelt, der mit seiner Familie den Mut und die Zivilcourage besitzt, das Unrechtsregime Mugabes im Windhoeker Tribunal der Staatengemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) dafür bloßzustellen, dass es zum Machterhalt jegliches Gesetz missachtet und internationales Menschenrecht in Simbabwe nichts mehr gilt.
Vor dem Hintergrund des Terrors und der wiederholten Wahlfälschung in Simbabwe seit 2000 bringt es die Jugendliga der regierenden Partei SWAPO in Namibia fertig, Mugabe zur „Wiederwahl“ zu gratulieren, anstatt sich zu distanzieren. Mit anderen reaktionären Parteigenossen hält die Jugendliga an der Propagandalüge fest, dass die Opposition in Simbabwe durch das westliche Ausland manipuliert und irregeführt sei. Die SWAPO und ZANU (PF) haben während der Kampfphase um die Unabhängigkeit Namibias und Simbabwes jegliche – ob vom Westen oder vom Osten – Hilfe angenommen. Im Befreiungskampf spricht man nach ihrer Lesart von internationaler Solidarität. Im demokratischen Wahlkampf, bei dem die ehemalige Befreiungsbewegung vor einer Ablösung durch die Opposition steht, werden internationale Beziehungen (der Opposition) als Manipulation und „Instrumentalisierung durch den Westen“ abgetan. Der Diktator und sein Machklüngel verdienen internationale Abscheu. Wegen vielfachen Mordes und wegen terroristischen Missbrauchs der Staatsgewalt gehören sie vor das Internationale Strafgericht (ICC).