Das Ministerium für Kriegsveteranen hat jetzt ein spätes Hilfsprogramm für Altkombattanten angekündigt. Durch psychotherapeutische Hilfe sollen sie ab dem Jahr 2012 die traumatische Nachwirkung der Kriegsjahre vor 1990 abbauen und überwinden. Was ist eigentlich die Devise der Regierung? "Better late than never?" Warum entdeckt man die Notwendigkeit der individullen Beratung und notfalls Behandlung erst jetzt?
Während des ersten Jahrzehnts nach der Unabhängigkeit erlebte die Nation vor allem Mitte der 90-iger Jahre eine erschreckende Steigerung der Selbstmordrate, die ab dem Teenage-Alter alle Altersgruppen und auch Altkämpfer erfasste. Trotz einer Untersuchung der Gründe der hohen Selbstmordrate hat die Regierung damals keine psychologische Betreuung angeboten, sondern diese Frage den Kirchen überlassen, die damit überfordert waren.
Die Notwendigkeit in der Behandlung sieht der zuständige Minister in den zerrütteten Ehen vieler Altkämpfer, in mangelnder Sozialanpassung, im Gemütszustand der Frustration, in der Neigung zur Gewaltanwendung und im post-traumatischen Stress. Diese Symptome sind jedoch prägende Merkmale der gesamten Gesellschaft, in der die Armutsbekämpfung, psychologische Betreuung und Rechtspflege vorn und hinten nicht reichen, um chronische Auswüchse der Menschenschinderei an Kindern und Frauen zu bekämpfen.










