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Regen in Namibia

 

Vom  8.10.2008

Sozialhilfe, aber wie?

Das Sozialwerk und Armutsexperiment des Basic Income Grant (BIG), wonach die Mehrzahl der Squattergemeinschaft von Otjivero bei Omitara, rund 1000 Personen vom Kleinkind bis zu Einwohnern kurz vor dem Rentenalter von 60 Jahren monatlich je 100 N$ erhalten, befindet sich im 10. Monat. Lob und Tadel begleiten die Betreiber des Projekts. Die monatliche Ausschüttung von rund 100000 N$ in eine typische namibische Gemeinschaft der ärmsten und arbeitslosen Schicht Namibias hat nach bisheriger Erkenntnis die Kommune verändert – zum Guten und zum Schlechten.
Auf der positiven Seite: arme Leute eröffnen zum ersten Mal ein (Post)Sparbuch und legen somit eine kleine Reserve auf die hohe Kante. Die lokale Grundschule erhält von den Eltern zum ersten Mal ein paar Beiträge zum eigenen Schulentwicklungsfonds. Auch der Grad der Unterernährung unter den Kindern ist seit Januar zurückgegangen. Der Umsatz an Lebensmitteln ist gestiegen und – auf negativer Seite - an alkoholischen Getränken ebenso. Die Spuren der Kriminalität, die in den Squatterkamp führen, haben seit Beginn des Sozialexperiments jedoch nicht abgenommen.
Der größte Kritikpunkt, auf den die Betreiber des Projekts reagieren müssen, ist die Tatsache, dass Leute Geld empfangen, auch wenn es noch so wenig ist, ohne jegliche Gegenleistung verrichten zu müssen.
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