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Regen in Namibia

 

Vom  1.12.2009

Sie kennen ihre Pappenheimer

Dr. Nickey Iyambo vom Ressort Innere Sicherheit, kurz Polizeiminister, und sein zuständiger Polizeichef, Generalinspektor Sebastian Ndeitunga, haben während der vergangenen eineinhalb Jahre eine politische Feuertaufe erhalten. Ihre Polizeitrupps sind zwischen die Fronten der neuen Opposition, der Rally for Democracy & Progress (RDP) und den nervösen Kräften der SWAPO geraten. Mehrere Male hat die Polizei Tränengas eingesetzt, um ihre Autorität zu behaupten. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, wenn der Minister und sein Polizeichef aufatmen, dass die zwei Wahltage friedlich verlaufen sind.
Damit können sie sich jedoch nicht begnügen, denn der Alltag kehrt zurück. Denselben Menschen, die sich zuvor – widerrechtlich – exklusiv öffentlichen Raum absperren wollten, kann ein für sie günstiges Wahlergebnis zu Kopf steigen. Sie können versucht sein, ihren „Triumpf“ durch Provokation oder auch Demütigung am politischen Gegner auszulassen.
Dass das SWAPO-Organ „Namibia Today“ Schritte gegen die Polizei gefordert hat, weil diese der regierenden Partei nicht ungezügeltes, sprich gewaltsames, Handeln gegönnt hat, lässt vermuten, dass Iyambo und Ndeitunga unter Parteidruck stehen. Dass sie sich bisher nicht haben vereinnahmen lassen, spricht für sie und für das Ideal, Namibia als Rechtsstaat auszubauen.
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