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Regen in Namibia

 

Vom 22.04.2008

Schlechte Zeiten und Zeichen

Über drei Wochen nach dem Urnengang liegt noch kein Ergebnis der Präsidentschaftswahl aus Simbabwe vor. Das ist kein gutes Zeichen. Ebenso die Lieferung von knapp 80 Tonnen Waffen und Munition, die auf einem chinesischen Schiff in den Krisenstaat unterwegs sind. Und was machen Politiker und Staatsoberhäupter in der Region? Sie schauen dem Treiben zu und äußern sich sehr verhalten über die Situation – oder eben gar nicht. Diesem Beispiel scheinen alle anderen Kräfte des öffentlichen Lebens zu folgen, die bislang in Schweigen verharren.

Erst Vekuii Rukoro, Präsident des namibischen Arbeitgeberverbandes, hat dieser Tage mal verbal auf den Tisch gehauen und kritische Worte für die Lage in unserem Nachbarland gefunden. Lange hat der Applaus für seine Rede angedauert – doch als dieser verhallt war, wurde es wieder ruhig um Simbabwe. Ein Aufschrei in Namibia? Fehlanzeige! Was macht die Zivilgesellschaft, wo bleiben Kirchen, Verbände und andere Organisationen?

Die Partei der Kongressdemokraten hat sich gestern zu Wort gemeldet. Auch der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer hat zwei, drei Sätze gesagt, blieb sonst aber wortkarg. Ein kläglicher Anfang. Und viel zu wenig. Haben wir anderen keine Meinung dazu? Oder halten wir diese zurück? Auch das wären schlechte Zeichen in schlechten Zeiten.
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