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Regen in Namibia

 

Vom  1.02.2012

Parteiabzeichen vor Kompetenz

Was Transportminister Erkki Nghimtina über die nationale Fluglinie Air Namibia bei seinem Jahresappell vor Ressortleitern zu Beginn der Woche „zum Besten“ gegeben hat, ist Salz in offenen Wunden. Die Fluglinie als chronisch subventioniertes Prestige-Unternehmen erfordert eine personelle Generalüberholung, weil sie nunmehr fast drei Jahre nur im Krisenmanagement steckt und von einer zur anderen staatlichen Notsubvention stolpert.

Es fängt schon damit an, dass das Kabinett, bzw. der Air Namibia-Vorstand, den Posten des Geschäftsführers – vorher war es Kosmas Negumbo – seit fast drei Jahren vakant belässt und eine Grundschullehrerin amtieren lässt. Der lukrative Managerposten bleibt in der Regel favorisierten Parteigenossen oder erlesenen Ausländern vorbehalten. Jetzt ist der ehemalige Armeegeneral und Botschafter, der SWAPO-Günstling Martin Shalli, schon in der engeren Wahl, der seinen Diplomatenposten wegen einer Korruptionsklage verloren hat, die noch nicht geklärt ist. Der letzte Luftfahrtfachmann im Führungsposten war der Namibier Gernot Riedel, aber er hatte wahrscheinlich nicht die rechte Hautfarbe und mangelhafte Parteibindung.

Immerhin hat Nghimtina als mitverantwortlicher Minister die chronische Air-Namibia-Misere angeprangert. Aber das verkrustete Kabinett wird nicht über seinen Schatten springen.
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