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Regen in Namibia

 

Vom  1.02.2012

Ohne persönliche Note, bitte

Manchmal ist Evilastus Kaaronda, Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes NUNW, wie ein Terrier: Wenn er sich in etwas verbissen hat, lässt er nicht mehr davon ab. Mit solcher Energie und Hartnäckigkeit begleitet er den Skandal um die verschwundenen 660 Mio. N$ aus dem Investitionsbudget des Pensionsfonds GIPF. Das Engagement und die Ausdauer Kaarondas sind löblich, allerdings muss er aufpassen, dass diese Sache nicht zu einer persönlichen Angelegenheit wird.

Erst zu Wochenbeginn ist der Gewerkschaftler auf seinem GIPF-Kreuzzug mit hohen Amtsträgern hart ins Gericht gegangen. Seine Verbalattacken richteten sich gegen Generalstaatsanwältin Imalwa und Staatspräsident Pohamba, die Kaaronda für sein Auftreten in der GIPF-Sache zurechtgewiesen hatten. Obgleich die Kritik an Imalwa und Pohamba eine Grundlage hat, denn Beide haben – trotz Vorliegen eines Untersuchungsberichts vom Generalbuchprüfer – bislang öffentlich nicht dazu beigetragen, dass die Verantwortlichen des GIPF-Skandals zur Rechenschaft gezogen werden, sieht es jetzt so aus, als verbeiße sich der Terrier aus persönlichen Motiven.

Dieser Eindruck wäre kontraproduktiv für die Glaubwürdigkeit von Kaaronda. Dessen Rufe gegen das Vergessen des Skandals sind nämlich wichtig, wenn die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollen.
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