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Zerstörung

 

Vom 23.06.2008

Niederlage für Volk und Demokratie

Es ist eine jämmerliche, erbärmliche Schande. Robert Mugabe, seines Zeichens einer der weltweit meist verhassten Menschen, hat sich – von der Welt aus gebührendem Abstand beobachtet – eiskalt durchgesetzt. So wie es heute aussieht, bleibt er Präsident von Simbabwe. Im Angesicht von mindestens 70 Toten, tausenden Vertreibungen und Verwüstungen sowie täglichen Verhaftungen und Folter hat die Opposition jetzt aus Angst um weitere Menschenleben resigniert aufgegeben. Keine Teilnahme an der Stichwahl, sagt die MDC – und bereitet Mugabe damit einen propagandaträchtigen Sieg.

Und doch wäre der Opposition auch in der Stichwahl wohl eine Niederlage sicher gewesen. Zu deutlich hat Mugabe mit Krieg gedroht und erklärt, nur Gott könne ihn aus dem Amt hieven – der Despot hätte also gemauschelt, bis das Ergebnis gestimmt hätte.
Viel mehr als für die MDC selbst ist dies eine Niederlage für das Volk, dem jetzt weitere Jahre voll Elend und Unterdrückung bevorstehen und das sich zudem von Tsvangirai verraten fühlen muss. Es ist aber auch eine Niederlage für die Demokratie in Afrika. Die SADC-Staaten haben völlig versagt, haben es versäumt, Mugabe aufzuhalten, haben sich wie im Falle Namibias nicht einmal getraut, den Mund aufzumachen. Spätestens ab jetzt tragen die Regierungen eine Mitschuld an jeglichem weiteren Leid in Simbabwe.
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