Newsletter

Zerstörung

 

Vom 18.07.2008

Ideen ausgebremst

Jeder kennt sie – und flucht über sie: Taxis in Windhoek. Die Autos erfüllen nur selten den Anspruch an Fahrtüchtigkeit, deren Fahrer scheinen keine Verkehrsregeln zu kennen und selbst die Polizei und der Namibische Bus- und Taxiverband (NABTA) räumen ein, dass Taxis zuweilen in Verbrechen verwickelt sind. Außerdem drängen viele illegal operierende „Taxiunternehmen“ in den Markt, der ohnehin unübersichtlich genug ist.

Längst hat die Situation die Toleranzgrenze überschritten – und man fragt sich, warum die Behörden nicht aktiv werden. In politischen Gremien wird schon lange über eine Novellierung des Transportgesetzes diskutiert – bislang ohne Ergebnis. Um der Ohnmacht nicht hilflos ausgeliefert zu sein, hat sich der Arbeitskreis zur Bekämpfung der Kriminalität gegen Touristen in Windhoek vor kurzem darauf geeinigt, ein eigenes Register von bekannten (und vertrauenswürdigen) Taxiunternehmen aufzustellen, um Gästen entsprechende Empfehlungen zu geben.

Und was macht NABTA? Der Verband drängt seit Jahren beim Transportministerium und der Stadtverwaltung Windhoek darauf, seine Mitglieder zur einheitlichen Farbgebung der Taxis sowie zur Registrierung zu verpflichten. Die Behörden reagieren darauf aber leider so, wie wir es von den Taxis selbst kennen: mit Ausbremsen. So werden wir weiter fluchen müssen.
Archiv


Anzeige
Wetter

Südafrika

 

Deutsch in Namibia

 

Reiterei in NAM

 

Reiterdenkmal

 

Simbabwe

 

Anzeige
Farm-Enteignung