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Zerstörung

 

Vom  2.07.2008

Es geht an die Substanz

Nach wiederholter Steigerung der Treibstoffpreise steht der Steuerzahler Windhoeks nun vor dem neuesten Tarifanstieg zwischen rund 13% und 15% in der gesamten städtischen Monatsrechnung. Geschäfte und andere Leistungsunternehmen können die Teuerung leicht über ihre Waren und ihren Service an den Kunden weitergeben. Wohlhabendere Bürger können die Mehrausgaben in der Regel noch unterbringen, aber im Verbund mit den Treibstoffpreisen, wird es auch in dieser Schicht zu Härtefällen kommen, vor allem wo große Kredite durch hohe Zinszahlung bedient werden müssen. Der Automobilmarkt hat bereits Rückschläge erlitten und der Immobilienmarkt der gehobenen Preisklasse muss sinkende Preise bei steigenden Hypothekenzinsen hinnehmen.

Viel schlimmer sieht es an der sozialen Basis der Gelegenheitsarbeiter, der Tagelöhner und der Bevölkerungsschicht mit einem Jahreseinkommen von unter N$50000 aus. Hier bringt allein der gestiegene Fahrpreis auf den städtischen Bussen von fünf bis sechs Namibia Dollar pro Fahrt, also eine Steigerung von N$10 bis N$12 pro Tag weitere Härten mit sich. Vergessene und vernachlässigte Tugenden wie Sparen, Planen und kluges Haushalten werden wieder aktuell. Das gilt für den kleinen Privathaushalt wie für die Öffentliche Hand, die der Steuerzahler jetzt noch kritischer begleiten muss.
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