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Zerstörung

 

Vom  5.09.2008

Dollars auf dem Huf

Mehr wilde Tiere leben außerhalb der Schutzgebiete Namibias als in den Parks. Der Wildbestand Namibias ist höher als vor hundert Jahren. Das ist beachtlich, erfreulich und zeugt von guten Schutzmaßnahmen und nachhaltiger Nutzung. Wer hat eigentlich die wilden Tiere und vor allem wie vor hundert Jahren gezählt? Die heutigen Zahlen wurden wie, von wem und wann zusammengestellt? Wir wollen nicht an den eindrucksvollen Aussagen zweifeln, aber viel zu oft können wir beobachten, dass mit Zahlen Projektresultate verschönert oder gar verfälscht werden. Sämtliche Zahlen für den Nordwesten des Landes zeigen einen drastischen Anstieg der einzelnen Wildbestände seit Mitte der 80er Jahre. Keine Zahlen von vor 1980. 1981 raffte die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten über 90 Prozent des Wildbestandes im ehemaligen Damaraland dahin. Danach konnte es nur aufwärts gehen!

Unsere Elefanten sollen sich vervierfacht haben. Sind nicht die meisten Herden dieser Dickhäuter im Nordosten Namibias zu finden und Wanderer zwischen den angrenzenden Ländern?

Wir dürfen die Tiere nicht nur als Dollars auf dem Huf sehen, sondern müssen begreifen, dass Zählungen und Schutz allein keine nachhaltige Nutzung gewährleisten. Wir müssen jede Menge Dollars schnellstens in Forschung stecken, um rein wissenschaftliche Daten zu erlangen. Sonst ist es aus mit Dollars durch Wild.
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