Vom 27.11.2009 Die Zukunft in unseren Händen
Die Namibier sind aufgerufen, heute und morgen zur Wahlurne zu kommen und ein neues Parlament sowie einen neuen Präsidenten zu wählen. Mit 14 Parteien, die bei dieser Wahl antreten, ist das politische Interesse und Engagement vergleichbar mit dem kurz vor und zur Unabhängigkeit. Und wie damals wird auch der Wahlgang 2009 spannend, weil nicht abzusehen ist, wie sich die Mehrheiten danach gestalten.
Dass die SWAPO nicht erdrutschartig verlieren wird, ist klar. Sie hat die Mehrheit der Wähler im Rücken und sollte das Pflichtziel der absoluten Mehrheit (51%) schaffen. Ob es aber wie 2004 zur Zwei-Drittel-Mehrheit reicht, hängt von zwei Faktoren ab. Da ist zunächst die RDP, die erstmals bei einer landesweiten Wahl antritt. Viele ihrer Mitglieder haben der SWAPO aus Frustration und Resignation den Rücken gekehrt. Mit Hidipo Hamutenya hat die RDP eine Gallionsfigur, der nicht wenige Wähler folgen werden. Der zweite Faktor sind die Erstwähler. Rund 200000 sollen es sein, ungefähr 20% aller Wahlberechtigten. Sie können das Zünglein an der Waage spielen, wenn es um Mehrheiten geht.
Das Getöse um Parteien und Programme ist zu Ende. Heute und morgen haben es die Namibier in der Hand, über die Zukunft des Landes zu bestimmen. Wichtig ist, dass sie dieses Privileg auch wahrnehmen. Wir wünschen ein glückliches Händchen.
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