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Regen in Namibia

 

Vom 11.03.2010

Die stille Landreform

Das Netz der Hegegebiete, das große Teile Namibias umfasst, hat seit 1990 eine stille Art der Landreform und damit eine neue Art der Landnutzung eingeführt. Die Zusammenfassung mehrerer kommerzieller Farmen zu „Conservancies“, beziehungsweise die Ausrufung größerer Hegegebiete in den kommunalen Regionen schien zuerst allein aus rein ökologischen Gründen eine sinnvollere Landnutzung zu ergeben. Indem gerade in den weiter abgelegenen Hegegebieten die fast ausnahmslos auf Subsistenzwirtschaft angewiesene Landbevölkerung in den Tourismus, in die Planung der Infrastruktur und in die Wildnutzung durch Jagd aktiv mit eingebunden wird, entstehen neue und nachhaltige Existenzmöglichkeiten.
Einmal steigt der Wert des Wildbestands, wodurch die aktive Hege schon ihre Eigendynamik gewinnt und nicht durch Gönner und Außenstehende noch mit erhobenem Finger eingepaukt werden muss. Zum anderen entstehen in den ausgedehnten Weiten dieser Gebiete punktuell neue touristische Unterkünfte, die der Bevölkerung Arbeitsmöglichkeiten bieten, so dass sie sich nicht der mittellosen Stadtbevölkerung anschließen muss.
Allerdings ist ein Lernprozess erforderlich, bei dem lokale Arbeitskräfte nicht nur in einfache Pflichten eingewiesen, sondern auch zu den Werten beständiger Dienstleistung hingeführt werden müssen. Da hapert es viel zu oft.
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