Die heutige Titelseite

 

Newsletter


Regen in Namibia

 

Vom  3.09.2010

Dialog darf nicht ausbleiben

Aus einem Bekenntnis zu den Fakten der Geschichte und der biblischen Bitte um Vergebung, wie sie die damalige Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, im August 2004 auf Ohamakari vorgetragen hat, war die Initiative zu einem Dialog zwischen den Ovaherero und der bundesdeutschen Regierung hervorgegangen. Zeitweilig war sogar ein deutscher Sonderbeauftragter angestellt, zusammen mit Ovaherero-Führern einen Rahmen zu einem solchen Dialog abzustecken, abgesehen von der Gestaltung des Zentrums für Begegnung auf dem historischen Boden von Ohamakari, wo vor 106 Jahren die Schlacht am Waterberg stattgefunden hat.

Auch wenn die Ovaherero unter sich zerstritten sind und die Forderung von Wiedergutmachung für Kriegsschäden von vor über 100 Jahren aus juristischen und politischen Gründen prinzipiell oder gar in dem erwünschten Ausmaß nicht realisierbar ist, besteht nach wie vor die Notwendigkeit, dass sich beide Seiten mit befugten und kundigen Vertretern an einen Tisch setzen und sich klipp und klar mit dem Ziel befassen, was machbar ist und was als Illusion auszugrenzen ist.

Wenn die deutsche Regierung beharrlich zu den alljährlich am Herero-Volkstag von Okahandja und zu anderen Gedenken vorgetragenen Erwartungen schweigt, geht der gefährliche Graben der Illusion immer weiter auf.

Archiv


Wetter

Air Berlin

 

EES GANZ PRIVAT