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Regen in Namibia

 

Vom 20.06.2008

Denkanstöße zum Denkmal

Das namibische Parlament hat am Mittwoch bereits über die geplante Verschiebung des Reiterdenkmals in Windhoek diskutiert. Freilich ziemlich emotional, doch die Debatte, die gestern fortgesetzt werden sollte, wurde dann aus Zeitgründen leider nicht fortgeführt. Aber das ist nicht schlimm, denn für Entscheidungen wie diese muss man sich Zeit nehmen, um das Für und Wider abzuwägen.

Es geht um eines der bekanntesten Denkmale der Stadt Windhoek, ja sogar des Landes Namibia. Das überdies noch an sehr prominenter Stelle zwischen Christuskirche und Alte Feste steht. Dieses Denkmal, das einen berittenen Schutztruppen-Soldaten darstellt und fast 100 Jahre alt ist, soll verschoben werden. Bevor man dafür- oder dagegen stimmt, sollte man Expertenmeinungen einholen, Interessenträger aus der Zivilgesellschaft und – ganz wichtig – auch die Bevölkerung selbst befragen. Nur so kann man den Nachweis erbringen, dass man es mit Erhalt und Pflege unseres Kulturgutes, wovon und worüber wir oft reden, auch wirklich ernst meint.

In einer dreiteiligen Serie, verfasst vom Historiker und Denkmalexperten Dr. Andreas Vogt, der sein Werk nicht umsonst „Denkschrift“ nennt, will die AZ Denkanstöße für die Debatte geben. Heute erscheint der letzte Teil – und das letzte Wort über die Zukunft des Reiterdenkmals sollte noch lange nicht gesprochen sein.
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