Im namibischen Fußball herrscht ein totales Durcheinander. Da kauft sich das Mobilfunkunternehmen Leo vor gar nicht langer Zeit mit einem Batzen von 600000 N$ die Rechte am NFA-Pokal und überlegt sich vorher nicht einmal, dass die Hauptspielstätte Sam-Nujoma-Stadion fest in MTC-Hand ist. Dort prangen nämlich die MTC-Banner groß in den Ecken. Macht nichts, dachte sich wohl die NFA – Geld ist Geld – machen wir einfach keinen aufmerksam. Doch irgendwann erkannte Leo das Problem und weigert sich nun, Spiele im Sam-Nujoma-Stadion austragen zu lassen. Kaum zu glauben, dass neben den Augen-zu-Drückern bei der NFA auch die Bosse bei Leo so gepennt haben. Haben die sich nicht schlau gemacht, wo sie ihre Reklame anbringen wollen? Da kann man nur den Kopf schütteln.
Nun hat der Chef des stets engagierten Sicherheitsunternehmens jüngst gefordert, Spiele mit Katutura´s Topklubs nur noch in großen Stadien austragen zu lassen. Doch laut NFA-Boss Barry Rukoro besteht nicht der geringste Sicherheitsmangel. Also, wieder Augen zu.
Ich sehe es kommen. Leo weigert sich wie ein bockiges Kind im Sam-Nujoma-Stadion zu spielen. Das SKW-Stadion ist nicht groß genug für die Katutura-Meute. Also, wird das Pokalfinale wahrscheinlich noch an der Küste ausgetragen. Das ist ein Desaster für den namibischen Fußball.