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Regen in Namibia

 

Vom 21.04.2008

Aus Simbabwe nichts Neues

Präsident Hifikepunye Pohamba hat nach seiner Rückkehr aus Sambia vom SADC-Gipfel vor einer Woche zur Beratung über die verfahrene Situation in Simbabwe viel zu laut beteuert, dass die dortige Wahlkommission unabhängig sei und weder von der regierenden ZANU (PF) noch von der oppositionellen MDC (Movement for Democratic Change) kontrolliert werde. Wenn dieses Organ tatsächlich unabhängig wäre, hatte es das Ergebnis der Präsidentschaftswahl, auf dem diese Kommission nun über drei Wochen hockt, schon längst bekannt gegeben.

Hinzu kommt, dass der Diktator Mugabe und seine Partei das gesamte Volk und die Region für dumm halten, wenn sie ohne Bekanntgabe der Ergebnisse für das Präsidentschaftsrennen zwischen Tsvangirai und den Despoten die Stichwahl fordern.

Um die Volkstäuschung und die Absurdität noch weiter auf die Spitze zu treiben, verlangt ZANU (PF) auch noch eine Nachzählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl, bevor die Stichwahl angegangen wird.

Nach dem San-Mann aus den hinteren Bänken der SWAPO (Kxao) im Parlament, der aus der Reihe der Speichellecker der ZANU (PF) in seiner Partei ausgeschert ist, indem er Mugabe öffentlich kritisiert und die Doppelmoral der SWAPO angeprangert hat, ist in der letzten Woche in Gestalt des Präsidenten der Föderation der Arbeitgeber, Vekuii Rukoro, noch eine offen kritische Stimme dazu gekommen, um zu dokumentieren, dass es in Namibia Menschen gibt, die sich eine eigene Meinung bilden und diese auch offen mitteilen.

Die weiße Geschäftswelt Namibias schweigt dagegen zu dieser Frage und beteiligt sich so gut wie gar nicht an der öffentlichen Politik, die eben auch mit dem Image Afrikas und mit der Pflege des demokratischen Wertesystems zu tun hat. Das Schweigen wird von den politischen Schreihälsen und Nachbetern der Propagandalüge über Simbabwe leicht als stilles Einverständnis gewertet. Deutlicher Protest gegen die Machenschaften Mugabes aus der Gesellschaft dient letztendlich als notwendiges Signal an unsere eigenen verkrampften Kräfte in der hiesigen Macht habenden Partei, die die diktatorische Willkür eines Mugabe noch stets als Heldentum darstellen möchten. Die ideologische Verblendung innerhalb der SWAPO hat gerade mit ihrer Feier zum 48. Bestehen neue Höhepunkte gefeiert.
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