
Zeitig zum Reitturnier in Omaruru bereitet sich die Kommune auf den Ansturm der Reitsportfans vor und bietet zeitgemäßen Transport mit der Gattung Equus. Otjiperendero:
Also wir meinen hier nicht den eisernen Donkey, den Du mit Überbleibseln von Hakie- und Deurmekaardroppern stuhrkst, damit Du und Deine Gäste sich auf der Farm die schwarzen Ellbogen und die Hornhaut an den Quanten mit Heißwasser schrubben können. Hier ist heute der viel geschmähte und in diesem Land wüst gemorschte Donkey gemeint, der jetzt wieder Schule macht. Der Asinus – im Englischen gern zur Rufschädigung einer dummen Person herangezogen wie dumb ass, wenn es um das meist männliche Gegenstück zur dumb blonde geht. Im Deutschen hat der Donkey auch in der vornehmeren Gestalt als Esel seine Anwendung, wird aber iesie vom Povian ausgestochen. Das siehst Du allein schon an der Tatsache, dass Du mit der Verwendung des Donkey als Schimpf- oder Kosetitel Deines Mitmenschen im Lande der Braven nicht gleich im Gericht landest, aber nimm Dich vor der Betitelung Deines Nächsten mit „Povian“ in Acht. Das finden die Leute mos nich schnaaks, da wollen die den Befreiungskrieg sommer übermachen.
Jesslaik, da jagt also eine Teuerung schon die nächste, Sprit geht hoch, Kost geht hoch und nun noch Strom und Wasser. Du kannst die Liste selbst fortsetzen, aber net nich pännicken, denn dieses Land (der Braven) hat schon stief schwere Zeiten durchgemacht. Wir wollen mos net nich auf hohem Niveau klagen, weil das huka Andere schon machen, aber reden müssen wir darüber. Und Plane machen, wie das mit der Arbeit und der Freizeit weitergeht. Südlich des Oranje liegt der Spritpreis bei jeder Teuerung noch eine Nasenlänge vor dem, den der Joggie Dir in Ovenduka abverlangt. Ein kleiner Vorzug der Existenz im Lande der Braven, aber dann hört es schon wieder auf. Die Südafrikaner melden, dass die Autoverkäufe während der Monate April und Mai über 20 Prozent unter dem Absatz von 2007 liegen. Im Grunde ist das eine gute Nachricht, denn die Hauptverkehrsadern von Kapstadt und Johannesburg sind morgens und abends im Stoßverkehr chronisch verstopft, so dass Du Dich fragst, wie werden die Oukies den Verkehr regeln, wenn die Fußballweltmeisterschaft 2010 tatsächlich nach Südafrika kommt. Und wo steht der Spritpreis in zwei Jahren?
Kluge Leute stellen sich schon auf die neuen Zeiten um, wenn das Oviauto mos nicht mehr erschwinglich und Schnaps billiger sein wird als der treibende Geist im Benzintank. Die Leute, die den Damara-Ferrari für die Donkey-Tours in Omaruru betreiben, haben das schon begriffen. In diesem Jahr ist neben dem Automobilmarkt auch der Donkeymarkt zurückgekommen. Nur geschenkt gibt´s da nichts. Von wegen „einem geschenkten Gaul …etc“
Versteht sich, dass der Donkeymarkt im digitalen Zeitalter auch das Internet benutzt und die Viecher genau wie das Otjiauto nach Jahrgang, Futterneigung, Leistung und Preis kategorisiert werden. Donkey Billiam, geb. 2005, ohne Radio und Airconditioner, aber mit kräftiger Hupe ist ein ökonomischer Grasfresser (biofreundlich) und kommt auf eine Geschwindigkeit von 5 km/st. Er kostet N$ 869. Vergleiche das ´mal mit einem neuen Golf, Bakkie oder Foh-bai-Foh! Zur Auswahl steht noch Kapuka 2004, ebenfalls ohne Radio und Air Conditioner. Bei Fünf-Stundenkilometern reitet der sich wie im Traum und geht für N$ 850. Onkisa 2001, also sieben Jahre alt, geht für N$ 799, braucht für fünf Kilometer jedoch drei Stunden, was in Afrika mos kein Problem ist, weil die Zeit huka dem Kontinent gehört. Die, die die Uhren erfunden haben, mögen sich über die Zeit ärgern. Nicht wir hier.