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Regen in Namibia

 

Vom 13.08.2010

Lecker süß in den Frühling



© Steinbock
Jong, hier weißt Du net nich, wo Du zuerst schleckst!
Frühling lässt sein blaues Band … oder so ähnlich haben wir es einmal gelernt, dass es mit dem Lenz neu losgeht. Die Zeit hat jetzt begonnen, dass Du die Wärmflasche, die Bettsocken, die elektrisch verdrahtete Decke, die manche Leute so laiken, hin- und herschiebst. Die paar kalten Tage, die im Inland zur Trockenzeit gehören, sind sommer xhou-xhou vorbei, obwohl die Oukies wüst mounen, wenn das Quecksilber ein paar Tage lang morgens da nahbei oder auch unter Null stehen bleibt.
Rein in die Socken, raus aus den Socken. Wir wiederholen hier was das Schlimmste am Winter is.
© Steinbock
Was ein richtiger Vogel ist …
Die Klobrille lässt sich nich heizen. Natürlich ha´m die in den Ländern, die wir hier im Lande der Braven bis 2030 (Vision! Hellseher erwünscht) einholen wollen, sicher schon so´n Patent ausgeheckt, das die zart besaitete Kehrseite des Menschen im Winter mit einer vorgewärmten Klobrille bei Laune hält.Der August is da und die Staubwinde halten sich noch zurück, aber dafür wird die Schwankung zwischen heiß und kalt schon wieder größer.
Sogar an der Küste kommt noch einmal Leben ins Wetter, so dass der kalte August plötzlich durch ordentlichen Ostwind unterbrochen wird, bevor die eigentliche Kalte Zeit am Atlantik richtig eintritt. Denn wenn der Winter im Inland langsam geht, tritt er in Tsoaxhaobmund erst recht ein, verhängt die Dächer Wochen lang mit Tief- und Hochnebel und lässt die Oukies frösteln, dass sie paarmal den Foh-bai-Foh packen und in die aufgewärmte Wüste fliehen.
© Steinbock
Bergstar-Piepol in akrobatischer Stellung.
In Ovenduka indessen blüht der Glücksperlenbaum wüst, vor allem vor dem Tintenpalast. Der Baum hat in den anderen Sprachen noch einen anderen Namen, den wir jetzt aber nich nennen wollen, weil er nich mehr politische korrekt is. Die Piepols haben jetzt ´ne leckere Zeit in den leuchtend-roten Blüten, die vor Nektar triefen, aber nich so sehr wie der Huilboerboonboom, der etwas später kommt und die Lappenstare begeistert. Jong, die Aussprache vom Huilboer musst Du üben wie „Fischers Fritze“ oder „Dicke Dachdecker decken das Dach“ etc.
Jetzt haben auf jeden Fall Bergstare eine rauschende Orgie bei den Glücksbohnen und Du meinst, dass sie sich zu Singvögeln mausern, so vergnügt skoppen die Party. Der Lenz und die Himmelspeise der roten Blüten – es heißt ja, im Himmel gebe es Nektar als Speise – regen bei den Piepols die Hormone und nochall die Verdauung an. Die weit ausladenden Zweige der Glücksperlenbäume an der Love Street vor dem Tintenpalast überschatten etliche Parkplätze, wo der Tourist, der Schreiberling, der ins Parlament will, oder sonst ein Bittsteller gern seine Tjorie abstellt, denn am Tag brennt die Sonne jetzt schon ganz lekker auf die Blechkisten und da is jedes Schattenplätzchen recht.
Jesslaik, aber die Himmelsspeise regt bei diesen Piepols den Darm an und die klecksen und //naxen auf jedes Otjiauto. Musst jetzt aber nich mounen, denn so wie manche Oukies meinen, dass Freitag, der Dreizehnte, Pech bringe, so sagen genauso viele Helden, dass Du stief Glück hast, wenn Du Vogeldreck abbekommst.

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