
What next? Wie steht es mit der Justiz, mit der Lage der Nation, mit der EnnBießie? Mit der Gummilieferung aus imperialistischen Staaten? Der Mann am Obergericht fragt ja nur.
Omutengwa Boppa Kandetu, der Großbaas der EnnBießie, hat in dieser Woche die goldene Regel der Diplomatie geprägt: „Wenn Du einen zur Hölle schickst, bringst Du ihm das derart annehmlich bei, dass der sich gern auf den Weg macht.“ Omutengwa Kandetu sitzt nämlich auf einem Stuhl, dessen Stuhlbein so mancher anpinkelt, wenn er das nicht an seinem Bein machen will.
Unter dem Namen Generalintendanten, NBC-Baas, Omuhona etc. verbirgt sich stief Sports, denn kaum ein Amtsträger muss sich mit soviel politischer Empfindlichkeit und Eitelkeit auseinandersetzen wie der Chef der Radio- und Fernsehfritzen. Um bequemer zu leben, kann der Funkboss es das dann so machen, wie die meisten seiner Berufskollegen es auf diesem Kontinent tun. Er erfüllt alle Wünsche der großmächtigen Partei und schaltet damit einen Teil Empfindlichkeit und Eitelkeit aus, derweil die anderen mit ihren Ansprüchen zur Hölle fahren können.
Gerade im Lande der Braven gibt es stief Politiker, die sich nach der Ära Nujoma zurücksehnen, als die EnnBießie viel gefügiger war und in einem Nachrichtenbulletin drei- bis viermal eine Aussage mit „the president says“ eingeleitet hat. Das hat sich heute geändert, aber es kann sein, dass der Klüngel um Omupräsidente I gegen die Funkanstalt zurückschlägt und durch Personalwechsel das Regime wieder fester packt, denn die Stimmen bei den 150-prozentigen Comräds werden immer lauter, dass die größte Partei aller Zeiten beim Staatsfunk zu kurz und immer kürzer käme.
Wir werden die Comräds dahingehend unterstützen, dass wir die dämliche und f´n penetrante Gardener´s Daughter-Reklame endlich los werden. Die dadurch gewonnene Sendezeit überlassen wir der größten Partei aller Zeiten, weil die jetzt muhrsch bedroht ist. Ihr wisst mos, von den Imperialisten, von Tony Blair und mach kein´ Fout, auch durch die BieBießie der britischen Insel. Ist das denn kein Deal?
Nun will Omutengwa Kandetu noch die imperialistische Funk- und Fernsehanstalt der Briten als Entwicklungspartner seiner eigenen Anstalt engagieren, hat er gestern gesagt! Das mutet sich für einige Comräds an, als holten wir das trojanische Pferd nach Oshilongo shakakambe (der Flecken mit dem Pferd: gemeint sind der Reiter und sein Pferd, die mit der Aloe zum Wahrzeichen von Ovenduka geworden sind). Denn wir brauchen solche Hilfe nicht, weil wir eigentlich alles schon können oder uns lieber nach Kuba, Nordkorea oder an die Volksrepublik China wenden.
Wir erhalten noch stief andere Hilfe. Da ist die Firma Social Marketing, die mit Ovimariva der Ovandoiti stief Kondome verbreitet. Jetzt haben die Amis nachgezogen und haben den Protector-Kondom ins Land gebracht, auf den das Kulturzentrum der Vereinigten Staaten von Amerika in Ovenduka wüste Neugierde geweckt hat. Aber dann hat das Zentrum diese erderschütternde Einladung wieder zurückgezogen. Shäim. Denn da hieß es: „Das US-Verteidigungsministerium hat einen Kondom erworben, der speziell für Kräfte der Namibian Defence Force in Feldfarben gekleidet ist (packaged in camouflage: sic!).“
Sonst gähnen die Medienkollegen, wenn noch ein HIV/Aids-Termin angeboten wird, aber diesmal wollten muhts alle dabei sein! Und jetzt hat US-Info-Center den bleddy Termin mit dem Camouflage-Verhüterli gekännselt. Spielverderber!