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Regen in Namibia

 

Vom  6.02.2009

Namibia-Denkmal in Bremen

Verein plant eine Gedenkstätte zur Erinnerung an den Herero- und Namaaufstand

© Michael Weisser
Der „Elefant“ in Bremen: in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof steht das Anti-Kolonial-Denkmal. Neben ihm soll jetzt eine neue Gedenkstätte entstehen.
In Bremen entsteht ein neues Mahnmal zum Gedenken an die zwischen 1904 und 1908 gestorbenen Herero und Nama. Der Verein „Der Elefant“ hat nun begonnen, Mittel einzuwerben. Das Denkmal soll in Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus Namibia und Deutschland gebaut werden.

Der Name des Vereins geht auf den aus Backstein gemauerten Elefanten zurück, der 1932 errichtet wurde, um an die „bei der Verteidigung der ehemals deutschen Kolonien“ gefallenen deutschen Soldaten zu erinnern. 1990 wurde die zehn Meter hohe Statue zum Anti-Kolonial-Denkmal umgewandelt. Der im Mai letzten Jahres gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Ausstellungen und Projekten an die Beziehungen zwischen Bremen und Namibia zu erinnern. Eine seiner ersten Handlungen ist nun, unter dem Elefanten ein neues Denkmal zu errichten, um den im Kolonialkrieg 1904 bis 1908 gestorbenen Herero und Nama zu gedenken. Dieses soll ein Rondell sein, gefüllt mit Steinen und vier größeren Felsbrocken. Entfernt erinnern die Skizzen an das Holocaust-Denkmal in Berlin.
Die Steine sollen in der Nähe des Waterbergs von Jugendlichen eingesammelt werden, in Deutschland sollen sie von Bremer Jugendlichen aufgeschüttet werden.
„Schön wäre auch eine Begegnung dieser jungen Leute in Bremen“, sagt Vereinsvorsitzender Ralph Saxe. Zur voraussichtlichen Grundsteinlegung am 22. Mai wird das jedoch nicht möglich sein, da zu dem Zeitpunkt in Namibia keine Ferien sind.
Zur Zeit arbeitet der Verein daran, die Krypta unter der Statue zu einem Veranstaltungsort auszubauen. Hier sollen Ausstellungen und Lesungen stattfinden, die über Namibia informieren und für die Themen sensibilisieren, die sich „Der Elefant“ auf die Fahnen geschrieben hat: „Vielfalt, Toleranz und Kreativität“.
Von Stefanie Helbig
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