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Zerstörung

 

Vom 12.05.2008

Basisarbeit der deutsch-namibischen Schulpartnerschaft e.V.

Ermutigt durch die Tatsache, dass eine unserer Schulpartnerschaften durch einen Artikel in der „AZ“ entstanden ist, möchten wir auch dieses Jahr von der Arbeit des Vereins „ Deutsch – Namibische Schulpartnerschaft „ e.V. hier im Lande berichten.

© Privat
Die private Hilfsorganisation „deutsch-namibische Schulpartnerschaft e.V.“ hat inzwischen ein sehr lebendiges Netzwerk der Direkthilfe aufgebaut.
Diese private Hilfsorganisation wurde 2001 in Andernach/Rhein gegründet, um der bestehenden Hilfsplattform einen rechtlichen Status zu geben. Die Initiatoren Kai und Barbara – Elisabeth Schulke, die seit 1993 auch in Namibia zuhause sind, gewannen namibiabegeisterte und hilfsbereite Freunde, um ein lebendiges Netzwerk der Direkthilfe ohne Umwege aufzubauen. Über diese praktische Hilfe hinaus wird in den Statuten des gemeinnützigen Vereins bewusst von Partnerschaft zwischen deutschen und namibischen Schulen/Farmschulen gesprochen, nicht nur von Patenschaften, die für einzelne bedürftige und förderungswürdige Schüler darüber hinaus auch übernommen werden können. Die Schüler in beiden Kontinenten sollen voneinander hören und sich durch vielfältige Informationen in Form von Briefen, Bildern, Fotos, Filmen, Erzählungen ein Bild machen können, wie Kinder im jeweils anderen Kontinent leben, aufwachsen, lernen. Sie erfahren bei den regelmäßigen Schulbesuchen der Vereinsmitglieder direkt Neuigkeiten aus der Partnerschule und können ihre Fragen dazu loswerden. Angestrebt ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wobei natürlich bei beiden Ländern sehr verschiedene Voraussetzungen bestehen.

Inzwischen haben Lehrer und Schüler der namibischen Schulen gelernt, dass auch ein Brief, eine Zeichnung oder eine Werkarbeit eine wertvolle Geste und ein Geschenk sein können, die bei den deutschen Partnern viel Freude auslösen. Immer mehr namibische Schulleiter überwinden ihre Zurückhaltung und nehmen dank Mailmöglichkeit direkt Kontakt mit der Partnerschule auf.

Bei den Schulbesuchen von Februar bis April wurden Schulkes begleitet von verschiedenen Besuchern aus Deutschland, die sich selber ein Bild über die Schulsituation an den Partnerschulen machen wollten, die sie mit ihrem unentgeltlichen Einsatz, Sach- und Geldspenden unterstützen. So kam z.B. die Konrektorin der Grund-, Haupt- und Werkrealschule Sulzberg bei Freiburg/Breisgau mit ihrem Mann in ihren Osterferien nach Namibia, um die Partnerschule „Grundschule Aris“ kennen zu lernen und persönliche Kontakte zu knüpfen. Um diesen Kontakt pflegen zu können, wurde der Schule neben Schulbücher, Unterrichts- und Schreibmaterialien ein hochwertiges Faxgerät zur Verfügung gestellt.

Die erste Schulpartnerschaft wurde zwischen der Farmschule Beenbreck bei Uhlenhorst und der Grundschule Andernach – Namedy gestiftet und erfährt durch die neue deutschsprachige Schulleiterin in Beenbreck enormen Auftrieb. Hier konnte neben der Beschaffung fehlender Schulbücher, Unterrichtsmaterialien und Büromaterial auch mit Kinderbücher, Spiele, Sportgeräte und Beschäftigungsmaterial für die Heimkinder geholfen werden.

Die „Nossob Primary School“ in Witvlei hat ihren Partner gefunden in der „Grundschule St. Castor„ in Koblenz und die Kinder der angeschlossenen „Pre-Primary-School“ haben in dem „Kindergarten St.Kastor“ einen gleichaltrigen und interessierten Kreis zukünftiger Schüler. Auch hier konnten mit Arbeits- und Spielmaterial Versorgungslücken geschlossen werden.

Seit vielen Jahren ist die „Primary School Mphe Thuto„ verbunden mit der „Grundschule Kettig“ im Rheinland. Die Schulleiterin von Mphe Thuto zeichnet sich durch besondere Tüchtigkeit und Fähigkeit aus, ausländische Sponsoren für diese exponiert liegende Schule an der Botswanagrenze südlich Gobabis zu interessieren. Deshalb hat die „Deutsch-Namibische Schulpartnerschaft“ e.V. ihren Schwerpunkt auf die Unterstützung des angeschlossenen Schülerheims gelegt. Von den 500 Schülern der Schule wohnen seit diesem Schuljahr 380 Kinder im Heim, was erhebliche Engpässe in der Unterbringung und Versorgung bereitet. Dank einiger privater Spender konnten zusätzliche Betten, Matratzen und Wolldecken sowie ein weiterer großer Potjie angeschafft werden.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins wurde eine namibische Schule aus der Partnerschaft wegen mangelndem Interesse „entlassen“ und die Martinschule bekam ihren neuen Partner in der Schule „C.E.C. Wilde Ganzen“ in Usakos. Diese Schule wurde vom niederländischen Gründer des Kinderdorfes „C.E.C. „ Frits Koopmanns ins Leben gerufen und der neue Schulleiter hat bereits über E-Mail Kon- takt mit seiner deutschen Kollegin aufgenommen, die übrigens vor einigen Jahren selber hier in Namibia an der DHPS unterrichtet hat.

Deutliche Fortschritte und Verbesserungen der Lehr– und Lernsituation können wir an den Schulen feststellen, wo über die Leistungen des namibischen Staates hinaus Unterstützung und Hilfe von ausländischen Organisationen und Institutionen gegeben wird.

Eine besondere Patenschaft haben mehrere deutsche Privatpersonen für eine ebenso tüchtige wie begabte Schülerin übernommen. Ihr wird mit den Spenden der Besuch der „Walfish Bay High School“ ermöglicht.

Insgesamt wurde über eine halbe Tonne Sachspenden verteilt, wozu 4500 km zurückgelegt werden mussten, außerdem wurden für mehr als N$ 40000 Anschaffungen für die Schulen getätigt. Tatkräftige und finanzielle Hilfe erfährt der Verein von „Lions Alte Feste“ in Windhoek und Freunden.

Für weitere Interessenten an der Mitarbeit in Namibia sowie in Deutschland sind die Vereinsmitglieder dankbar und offen für Anregungen und Hilfestellungen bei der Arbeit für die Jugend beider Länder.


Von: Barbara – Elisabeth
und Kai Schulke


„Deutsch-Namibische Schulpartnerschaft“ e.V.
Farm Isabis Nr. 19 P.O.Box 40350 Klein Windhoek, Tel. 062-572158, Mobil: 0812516298 oder Hauptstr. 47 D 56626 Andernach-Namedy, Tel. 02632 47954, Mobil: 0173 205 3095
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