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Regen in Namibia

 

Vom  4.03.2010

Auf deutschen Spuren mit dem Mountainbike unterwegs in Namibia

„Geschichte erfahren“, heißt seit 17 Jahren die Devise der Hinterländer Mountainbiker, bestehend aus fünf Mitgliedern. Dabei erstellen wir in mühevoller Kleinarbeit mit wissenschaftlicher Unterstützung Wegebeschreibungen in Wort und Bild. So sind wir z.B. der Brabanter-Straße gefolgt, haben den Heimritt des hessischen Landgraf Philipps aus dessen Gefangenschaft von Belgien über Köln bis in unsere Heimat verfolgt, sind per Rad auf Hannibals Spuren über die Alpen gereist oder haben Bonifatius‘ Weg von seiner Geburtsstätte in Südengland bis nach Fulda nachvollzogen. 2006 waren wir in Peking und auf der Chinesischen Mauer unterwegs. 2008 suchten wir hessische Spuren in Südbrasilien. Für dieses Jahr haben wir uns wieder ein spannendes Thema deutscher Geschichte vorgenommen. Wir suchen deutsche Spuren in Namibia und recherchieren diesbezüglich bereits seit geraumer Zeit intensiv deutsche, besonders aber hessische und nordrheinwestfälische Auswanderer und deren Spuren in Namibia.

Begleitet vom deutschen Fernsehen wollen wir diesmal Geschichte in Namibia per Rad erfahren und hoffen auf diesem Weg, auf weitere Spuren deutscher und hoffentlich auch hessischer und nordrheinwestfälischer Auswanderer und deren Geschichte zu stoßen. Danach werden wir unsere endgültige Route und die Terminplanung festlegen. Unterwegs sein werden wir per Mountainbikes, ausgestattet mit einer wüstensicheren 14-Gang-Rohloff-Nabenschaltung und Rucksackgepäck.

Uns interessieren beispielsweise der schon 1902 gegründete Männergesangverein, die Gedenktafel aller im Aufstand 1904 gefallener Deutschen in der Christuskirche in Windhoek, afrikanische Naturheilkunde von einem deutschen Apotheker praktiziert, ein Ossiklub oder die älteste Tageszeitung Namibias. Unser Anspruch ist es aber neben der geschichtlichen und sportlichen Herausforderung viel tiefer in die länderverbindende Historie vorzustoßen.

Deshalb richten wir folgende Fragen an die interessierte Leserschaft:

Wer kann uns Informationen (oder kennt Nachfahren hoffentlich hessischer oder nordrheinwestfälischer Abstammung) zu den nachfolgenden Personen, Institutionen und Firmen geben und unsere Fragen beantworten, oder kennt jemanden, der uns weiterhelfen kann?

Hatte die ehemalige Farm „Marburg“ im Distrikt Otjiwarongo möglicherweise eine Beziehung zu Marburg an der Lahn?

Gibt es noch Nachfahren der in Süd-Westafrika tätigen Mitarbeiter der Kolonialschule Witzenhausen?

Wer weiß Näheres über folgende Personen:

Reinhard Heinrich Adalbert Schneider, geb. 1885 in Hessen, erwarb nach dem 1. Weltkrieg ein ausgedehntes Farmgebiet am Fuße des Waterberges und bewirtschaftete es erfolgreich. Er gründete 1909 den Waterberg Farmverein. Die Firma heißt heute: Fa. Heinrich R. Schneider-Waterberg.

Willi Giess, geb. in Frankfurt/Main, kam als Farmvolontär nach SWA und war Kurator und Gründer des Südwestafrikanischen Herbariums. Er wurde als Sachkenner weltbekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Dr. Hans Joachim Rust, geb. 1900 in Berlin, studierte Bergbau unter anderem in Marburg. Er wurde für seine völkerverbindende Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Ferdinand Stich, „Der große alte Mann des Südwest- Afrikanischen Buchhandels“, kam 1911 von Frankfurt als Angestellter der Woermann-Linie nach Swakopmund, wurde Buchhändler und eröffnete die erste Buchhandlung in Swakopmund. Er trug in über 50 Jahren die weltbekannte Africana-Sammlung zusammen.

Margarete Ehrenberg aus dem Rheinland baute mit zehn Büchern aus der „deutschen Zeit“ eine Bibliothek auf. Daraus entstand die heute so wertvolle „Bibliothek der Gesellschaft für wissenschaftliche Entwicklung“ in der Sam-Cohen-Bibliothek.

Wer weiß etwas über Nachfahren hessischer Mitarbeiter der Wasserbaufirma Holzmann aus Frankfurt (u.a. woher stammten Herr Alexander Kuhn und Herr Scutari)?

Wer kennt die Auswanderer Hasenclever (19. Jahrhundert), den Bierbrauer Jauch, der ersten Brauerei Bavaria in Swakopmund und Leo Metzler und woher stammen sie?

Gespannt erwarten wir Ihre Nachricht, die Sie bitte an folgende Person richten: Harald Becker, Schelde-Lahnstraße 236, D-35719 Angelburg-Gönnern, Tel.: +49-6464-911973, E-Mail: drbike@online.de

Wie immer werden wir in Tagebuchform mit vielen Bildern, einem oder mehreren Fernsehbeiträgen und einer Broschüre mit DVD von unserem Abenteuer berichten. Mehr über uns erfahren Sie übrigens im Internet unter www.himobiker.de, wo Sie uns gerne ins Gästebuch schreiben dürfen.

Harald Becker, Hinterländer Mountainbiker
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