
Nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch als Ehrenpräsident des Ramblers-Fußballclubs, Übersetzer und Gründer der Academia do Bacalhau ist Coelho heute noch tätig.
Geboren wurde er 1948 in Faro an der südlichen Algarve in Portugal. Großgezogen wurde er von einer Tante, da seine Eltern aus beruflichen Gründen erst nach Angola und später nach Namibia auswanderten. Als 13-Jähriger kam Coelho am 2. Februar 1962 ins Land. Zuerst besuchte er die Emma-Hoogenhout-Schule und danach die English Medium High School, heute Centaurus-Oberschule. Mit seiner Sprachbegabung war es ein Leichtes, die drei gängigsten Sprachen Deutsch, Englisch und Afrikaans zu lernen und einen guten Abschluss zu erzielen.
Bereits zwei Jahre nach seiner Ankunft lernte Coelho auf dem DHPS-Basar die gebürtige Windhoekerin Annette Bochert kennen. Acht Jahre später heirateten die Beiden und 1973 bzw. 1978 kamen ihre Kinder Ricardo und Anuschka auf die Welt.
Schon immer steckte Coelho voller Begeisterung für den Sport. Dies bewies er nicht nur beim Tennisspielen und Angeln, sondern vor allem beim Fußball. Bereits in der Schulzeit war er ein aktiver Spieler. Später im Berufsleben setzte sich diese Begeisterung fort, von der vor allem und noch immer der Ramblers-Fußballklub in Windhoek profitiert. Seine Rolle dabei reicht vom Ramblers-Vorsitzenden (1983 bis 1998), die dann nahtlos zum Klub-Präsidenten übergeht. Als Ehrenpräsident ist er heute noch tätig.
Eine weitere Liebe gilt seiner Heimat Portugal. Als während der Unruhen im angrenzenden Angola im Jahr 1974 ein großer Flüchtlingsstrom von Angolanern nach Namibia zog, wurde er vom Leiter des südafrikanischen Militärs verpflichtet, einen Teil seiner Dienstzeit als Übersetzer zwischen Angolanern und Namibiern zu fungieren. Dabei leistete er nicht nur sehr viel für die Flüchtlinge, sondern gründete 1978 die Academia do Bacalhau, einen Club für Portugiesen, ähnlich dem Round Table. Für seinen großen Einsatz für seine Landsleute wurde ihm 1988 das Verdienstkreuz „Portugal Merit Cross“ verliehen.

Vor genau 50 Jahren, am 2. Februar 1962, kam Manuel Candido de Oliveira Coelho nach Namibia. Der damals 13-Jährige besuchte zuerst die Emma-Hoogenhout-Schule und danach die English Medium High School, heute Centaurus-Oberschule.
„Jeder, der meinen Vater kennt, weiß, dass er für Jeden immer ein offenes Ohr hat“, erklärt Tochter Anuschka. Für alle Belange nimmt er sich Zeit, um sorgfältig nach Lösungen zu suchen, diese zu finden oder einfach nur um zu zuhören.
Auch als Geschäftsmann hat sich Coelho einen Namen gemacht. Nach Abschluss der Schule 1966 war er als Vertreter für Sam Cohen Electrical Co. unterwegs. 1979 wurde er von Barlows übernommen und nach einigen Umzügen für die Firma mit der Familie von 1991 bis April 1992, von Namibia nach Portugal, nach London und wieder zurück, beschloss er, sich selbstständig zu machen. Mit einem Teilhaber wurde 1994 Cool Centre im Südlichen Industriegebiet Windhoek gegründet. Fünf Jahre später hat die Eröffnung von Manrico International stattgefunden. In dem Namen spiegelt sich der Zusammenhalt der Familie wieder, weil dieser die Buchstaben von Manuel, Annette, Anuschka und Ricardo enthält.
Als agiler Mensch kennt Manuel Coelho keine Ruhe. Neben Ramblers, Geschäft, Familie und Academia do Bacalhau (die Reihenfolge ist rein zufällig) trifft man ihn dienstags beim Tennisspielen auf dem DTS-Gelände sowie mittwochs und freitags beim Knobeln im Vereinshaus der Ramblers. Auch bei Gerichtsverhandlungen, bei denen ein Portugiesisch-Dolmetscher verlangt wird, trifft man Coelho an, der auch einen Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer hat. Als offizieller Vertreter der Portugiesen im südlichen Afrika reist er zweimal jährlich nach Lissabon, um im Palácio de São Bento vor dem Parlament Bericht zu erstatten.
Von seiner Familie wird Manuel Coelho als ein humorvoller Mensch, guter Redner und jemand beschrieben, der sich für seine Landsleute einsetzt. Denn auch wenn Namibia in den vergangenen 50 Jahren sein Zuhause geworden ist, seine Heimat Portugal wird er nie vergessen.