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Vom 27.10.2008

Zweiter Versuch

SADC-Troika vermittelt in Simbabwe-Konflikt

Windhoek /Harare – In Harare trifft sich heute die SADC-Sicherheitstroika mit Simbabwes zerstrittenen Parteien, um nach wochenlangem Stillstand eine Einigung über die Kabinettsbildung zu erzielen. Das Treffen heute war nötig geworden, weil MDC-Chef Morgan Tsvangirai eine erste Zusammenkunft am vergangenen Montag in Swasiland aus Verärgerung über die Verweigerung seines Passes boykottiert hatte. Neben ihm, Präsident Robert Mugabe und dem zweiten MDC-Vertreter Arthur Mutambara werden auch Südafrikas Präsident Kgalema Motlanthe und dessen Vorgänger Thabo Mbeki als Vermittler an den Gesprächen teilnehmen.
Tsvangirai stellte jetzt klar, dass er kein Abkommen unterzeichnen werde, nur um die SADC-Staaten zufriedenzustellen. Zugleich übte er erneut scharfe Kritik am Vorgehen von Mbeki: Dessen stille Diplomatie sei begrenzt und zudem möglicherweise parteiisch, so Tsvangirai angesichts der Freundschaft von Mbeki und Mugabe. Er befürworte noch immer eine Einheitsregierung, allerdings: „Das Problem ist die Umsetzung. Mugabe will alle Schlüsselministerien und er gibt uns keine Sicherheit. Ich kann kein Abkommen unterschreiben, solange ich nicht das Werkzeug bekomme, um es auch umzusetzen“, so Tsvangirai.
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