Vom 24.03.2009 Zweifel an MugabeEinfluss von Simbabwes Präsidenten unklar
Windhoek/Harare – In Simbabwe mehren sich die Zweifel an dem tatsächlichen Einfluss von Präsident Robert Mugabe auf die politischen Geschehnisse im Land. Mugabe habe das Heft offenbar nicht mehr in der Hand, behauptet der kommerzielle Farmerverband CFU jetzt angesichts neuer Übergriffe auf weiße Farmer. „Allein am Sonntag gab es zwei Festnahmen von Männern, die durch bilaterale Abkommen zwischen Simbabwe und deren Heimatländern bestehen“, so CFU-Präsident Trevor Gifford im AZ-Gespräch. „Genau das hatte Mugabe aber noch vor wenigen Tagen ausgeschlossen“, erklärte er mit Verweis auf eine Rede Mugabes, in der er die Einhaltung sämtlicher internationaler Abkommen versprochen hatte. Schon länger vermuten Beobachter, dass tatsächlich hochrangige Beamte aus Geheimdienst, Polizei oder Justiz die Geschicke leiten. Als Indiz dafür werten sie die vier Wochen andauernde Untersuchungshaft des designierten Vize-Landwirtschaftsministers Roy Bennett, obwohl Mugabe kurz nach der Verhaftung dessen Freilassung angeordnet hatte; sowie die Unterstellung der Staatszeitung The Herald, dass der Farmerverband in den tödlichen Unfall von Premierministergattin Susan Tsvangirai verwickelt gewesen sei, obwohl Mugabe den Zusammenstoß als „Unfall“ und Tat der „Hand Gottes“ bezeichnet hatte.
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