Startseite

03.09.2014, Windhoek

Sie sind hier

Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt

ANC nach der Wahl in Südafrika offiziell zum Sieger erklärt

Windhoek/Johannesburg - Nach kompletter Auszählung der Stimmen stand am Samstagabend fest: Der Afrikanische Nationalkongress (ANC) hat die Parlamentswahl in Südafrika gewonnen. Die einfache Mehrheit im Parlament ebnet nun auch den Weg für ANC-Chef Jacob Zuma, als Präsident an die politische Spitze der Kap-Republik zu kommen. Der 67-Jährige soll am 6. Mai - nach Vereidigung der Abgeordneten - von diesen gewählt werden. Er löst dann Übergangspräsident Kgaglema Motlanthe ab, der Südafrika seit der Palastrevolte des ANC gegen Präsident Thabo Mbeki im September 2008 geführt hatte.

Allerdings hat der ANC gegenüber der letzten Wahl vor fünf Jahren die Zwei-Drittel-Mehrheit in der Nationalversammlung verloren, mit der man die Verfassung ändern kann. Im neuen Parlament von Südafrika wird die alte und neue Regierungspartei nun 264 von 400 Sitzen einnehmen, die Demokratische Allianz (DA) unter Führung der deutschsprachigen Helen Zille kommt auf 67 Sitze und dem hauptsächlich aus ANC-Abweichlern gegründeten Volkskongress COPE stehen 30 Sitze zu. Drittstärkste Oppositionskraft ist die Inkatha-Freiheitspartei (IFP), die auf 18 Sitze kommt.

Vergangene Woche waren 23 Millionen Wähler und somit zwei Millionen mehr als bei der letzten Wahl (2004) zum Urnengang aufgerufen. Auch die Wahlbeteiligung lag mit 77,3 Prozent deutlich höher als noch 2004. Rund sechs Millionen davon waren junge Wähler, die die Apartheidzeit nur noch aus Erzählungen kennen. Die Auszählung dauerte auch diesmal wieder länger als erwartet, weil in einigen Wahllokalen die Stimmzettel ausgingen (AZ berichtete).

Kategorie: 
Artikel senden: 
27-Apr-2009-07:02

Die günstigsten Flüge nach









DIE HEUTIGE TITELSEITE

Ihre Meinung ist gefragt.

Frage der Woche

Die Situation der sogenannten Struggle Kids ist jetzt durch eine Auseinandersetzung mit der Polizei, in deren Folge eine Demonstrantin starb und mehrere Polizisten verwundet wurden, wieder ins öffentliche Licht gerückt. Das hat erneut die Frage nach dem Anliegen der Gruppe aufgeworfen – sollte man den Forderungen nachgeben?
Drupal theme by pixeljets.com D7 ver.1.1