Die heutige Titelseite

 

Newsletter


Regen in Namibia

 

Vom 28.11.2008

Zuversicht vor Urteilsverkündung am SADC-Tribunal

Campbell, Freeth & Co. in Windhoek: „Haben handfeste Argumente vorgebracht“ – Aber: Zweifel an Umsetzung

Windhoek – Vor der heutigen Urteilsverkündung in der Verhandlung um die Enteignung von 79 weißen Farmern aus Simbabwe am SADC-Tribunal in Windhoek zeigen sich die Betroffenen zuversichtlich. „Wir glauben wirklich an ein positives Urteil“, äußerte ein sichtlich aufgeregter Deon Theron, Vize-Präsident des kommerziellen Farmerverbands Simbabwe (CFU), im AZ-Gespräch. Theron, dritter Antragssteller im Verfahren, wird genauso an der heutigen Urteilsverkündung teilnehmen wie die Initiatoren der Klage, Mike Campbell (76) und sein Schwiegersohn Ben Freeth (39), die sich nach dem brutalen Übergriff und der Entführung durch Mugabe-treue Schlägertrupps Ende Juni 2008 sichtlich erholt haben und das Urteil „kaum abwarten“ können. Mit ihnen angereist ist auch David Drury, Anwalt von Campbell, weitere Farmer sollten gestern Abend in Windhoek anreisen. Auch Drury glaubt an ein positives Urteil, „wenn wir vielleicht auch nicht in jedem Detail Recht bekommen. Aber wir handfeste Argumente vorgebracht.“
Allerdings kann keiner der Farmer vorhersagen, was tatsächlich nach einem Urteil zu ihren Gunsten passiert. „Die Gefahr besteht, dass (Präsident Robert) Mugabe sich wie so oft einen Dreck darum schert“, so Theron weiter. Die Farmer wenden sich nicht gegen Enteignungen an sich, sondern gegen die Art und Weise: Mugabes Landreform verstoße gegen den SADC-Vertrag sowie international gültige Konventionen und Gesetze hinsichtlich Anti-Diskriminierung und Menschenrechten.
Mit dem heutigen Urteil, das von immensem Medieninteresse begleitet wird, könnte für Campbell, Freeth, Theron und die Mitstreiter ein jahrelanger Rechtsstreit gegen den Staat in Person von Mugabe zu Ende gehen. Einige der Farmer waren bereits im Jahr 2000 enteignet worden. Im Oktober 2007, nach Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten in Simbabwe, waren Campbell und Freeth dann vor das SADC-Tribunal gezogen, das ihnen und auch den später auf das Verfahren aufgesprungenen Farmern sowie deren Angestellten Schutz für die Dauer der Hauptverhandlung zugesichert hatte – eine Verfügung, die von der Regierung mehrmals und bislang ungestraft missachtet worden war. Schlimmstes Beispiel, das auch vor den Richtern des Tribunals dokumentiert wurde, war der Übergriff auf Campbell und Freeth.
Archiv


Wetter

Air Berlin

 

EES GANZ PRIVAT

 

Simbabwe

 

Südafrika

 

Air Namibia