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Regen in Namibia

 

Vom  2.12.2010

Wegen Verspätung draufzahlen

Air-Namibia-Kunden verpassen Anschlussflüge – Transport selbst gezahlt

Passagiere mussten in Frankfurt, nachdem sie ihre Anschlussflüge wegen Verspätungen der Air Namibia verpasst hatten, neu buchen und kräftig draufzahlen.

Windhoek – Fluggäste, die am vergangenen Wochenende und Anfang Oktober wegen verspäteter Abflüge vom Hosea-Kutako-Flughafen bei Windhoek in Frankfurt ihre Anschlussflüge nach Paris und Manchester verpassten, mussten hohe Beträge nachzahlen und wurden von Air Namibia in Stich gelassen. Am vergangenen Freitag habe auf der Anzeigetafel auf dem Hosea-Kutako-Flughafen „lapidar gestanden, dass der Flug nach Frankfurt gestrichen ist“. Es habe keine weiteren Informationen gegeben und anschließend ein „ziemliches Chaos“ geherrscht. Schließlich seien die gestrandeten Passagiere der Air Namibia später in ein Hotel in Windhoek gebracht worden, wo sie gegen 21 Uhr ankamen. Anscheinend wurden dabei bis zu 22 Passagiere mit Gepäck in einem Kleinbus für 15 Personen transportiert. Es habe etwas zu essen gegeben und die Fluggäste der staatlichen kommerziellen Fluggesellschaft hätten zudem jeder ein 50 Namibia-Dollar-Guthaben zum telefonieren bekommen. Die Gäste sollten sich dann am nächsten Morgen um 7 Uhr bereithalten, um wieder zum Flughafen außerhalb Windhoeks gebracht zu werden. Ein Air-Namibia-Angestellter riet den Passagieren, sich bereits um 6 Uhr bereitzuhalten. Der Bus kam um kurz nach 8 Uhr und auf dem Flughafen habe es dann geheißen, dass der Abflug um 10.30 Uhr sei. Kein Flugzeug sei zu sehen gewesen und um kurz nach 11 Uhr sei ein Flugzeug von Euro Atlantic Airways gelandet, welches mit den Passagieren um 12.30 Uhr in Richtung Frankfurt/Main gestartet sei.
Ankunft sei um 22 Uhr in Frankfurt gewesen und die Passagiere seien von zwei Mitarbeitern der Air Namibia dort empfangen worden. Die Abfertigung habe dementsprechend lange gedauert. Auf die Frage eines Passagiers, was nun aus seinem verpassten Anschlussflug werde, sei die Antwort des Air Namibia Personals gewesen, dass „ihnen dies egal sei, da es sich um ein Air-France-Ticket handelt und sie damit nichts zu tun hätten“.
Eine weitere Überraschung wartete auf den Passagier am Sonntagmorgen beim Schalter von Air France, wo ihm mitgeteilt wurde, dass „er seinen Flug verpasst habe und das Ticket nun ungültig ist“. Der Passagier musste 210 Euro zahlen, um nach Paris weiterzufliegen. Anfang Oktober mussten Passagiere nach abgesagtem Flug am nächsten Morgen ihren Transport zum Flughafen selbst zahlen. In Frankfurt angekommen, war der Anschlussflug nach Manchester verfallen und für ein neues Ticket mussten 360 Euro (etwa 3600 N$) gezahlt werden – der ursprüngliche Flug hätte 118 € (etwa 1180 N$) gekostet.
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