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Vom 23.10.2008

Veteranen drohen Tsvangirai

Mugabe-Getreue beschuldigen MDC-Chef und fordern Volk zum Handeln auf

Windhoek/Harare – In Simbabwe haben Kriegsveteranen mit Gewalt gegen Oppositionsführer Morgan Tsvangirai gedroht. „Er lässt uns keine Wahl. Wir müssen handeln“, erklärte Jabulani Sibanda, der Chef der Veteranen, die traditionell zu den hartnäckigsten Unterstützern von Präsident Robert Mugabe zählen. Tsvangirai trage die Schuld am Stillstand in den Regierungsverhandlungen. „Wenn er sein Verhalten nicht ändert, muss die Nation Maßnahmen ergreifen, um sich vor Tsvangirai zu schützen“, so Sibanda, der Mugabe zudem aufforderte, eine Regierung ohne MDC-Beteiligung zu bilden. Mugabe selbst weilt zurzeit zum AU-Wirtschaftsgipfel in Uganda, bei dem sein Land ebenfalls Thema ist.
Derweil wächst bei den weißen Farmern in Simbabwe die Frustration. Sie warten noch immer darauf, dass sich die einzelnen SADC-Mitgliedsstaaten mit einer Entscheidung des SADC-Tribunals in Windhoek auseinandersetzen, die der simbabwischen Regierung Missachtung des Gerichts bescheinigt, da diese die andauernden Übergriffe gegen weiße Farmer nicht unterbunden hatte. Ein anschließender SADC-Gipfel hatte die Sachlage an die Justizministerien der Länder verwiesen, geschehen sei bislang nichts, berichtete jetzt Farmer Ben Freeth gegenüber der AZ. „Es ist so enttäuschend. Die sollten sich alle schämen.“ Auch seine Versuche, die Botschafter der SADC-Staaten in Simbabwe um Hilfe anzurufen, seien gescheitert. Freeth ist einer der Initiatoren des Prozesses am Tribunal um die gewaltsamen Enteignungen in Simbabwe, in dem am 28. November das Urteil gesprochen wird. Der kommerzielle Farmerverband Simbabwes (CFU) will jetzt die Anwaltskammern der einzelnen Länder kontaktieren, die die Justizministerien zum Handeln zwingen sollen, erklärte CFU-Vizepräsident Deon Theron.
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