Offenbar Einigkeit zwischen ZANU (PF) und MDC: Mugabe Präsident, Tsvangirai Premierminister
Windhoek/Pretoria – Einen Tag nach Ablauf der Frist für eine Einigung stehen die Verhandlungen um eine Machtteilung in Simbabwe offenbar kurz vor dem Durchbruch. Die südafrikanische Zeitung The Star schreibt unter Berufung auf Informanten aus dem Umfeld der Gespräche zwischen ZANU (PF) und MDC in Pretoria, beide Seite würden sich auf Amtsinhaber Robert Mugabe als repräsentativen Präsidenten mit zeremoniellen Aufgaben sowie MDC-Chef Morgan Tsvangirai als politisch verantwortlichen Premierminister einigen. Eine Bestätigung der Parteien gab es zunächst nicht. „Es geht nur noch um Details“, zitiert The Star weiter. „Wir wissen nicht, wie lange das dauern wird, aber eine Einigung ist sehr nah.
Die Gespräche waren nach einer fünftägigen Unterbrechung erst am Sonntag wieder aufgenommen worden, die Verhandlungsteams beider Seiten waren vergrößert worden. Am Montag war eine selbst gesetzte Frist zu Ende gegangen, beide Seiten hatten sich aber auf eine Verlängerung geeinigt, um eine Lösung für die nach den Wahlen entbrannte politische Krise im Land zu finden. Die regierende ZANU (PF) hatte immer betont, man werde kein Abkommen unterzeichnen, das den Sieg Robert Mugabes bei der Stichwahl Ende Juni nicht anerkenne.