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Vom 28.10.2008

Tränengas gegen Aktivisten

Windhoek/Harare – Überschattet von Protesten und einem radikalen Vorgehen der Polizei sind gestern in Simbabwes Hauptstadt die Vertreter der zerstrittenen Parteien mit dem SADC-Sicherheitskomitee (Angola, Mosambik, Swasiland) zusammengekommen, um eine Einigung im Streit um die Kabinettsbildung zu erzielen.
Die Polizei verhaftete am Rande des Treffens, an dem auch der offizielle SADC-Vermittler Thabo Mbeki sowie Südafrikas Präsident Kgalema Motlanthe teilnahmen, knapp 50 Aktivisten der Gruppe „Crisis in Zimbabwe Coalition“, die kürzlich auch in Windhoek einen Vortrag gehalten und gestern für eine schnelle Einigung demonstriert hatte. Bei ihrer Aktion setze die Polizei auch Tränengas ein. Unbehelligt blieben hingegen hunderte Anhänger von Präsident Robert Mugabe, die gegenüber dem Verhandlungsort Stellung bezogen hatte und lautstark Parteilieder sangen.
Vom Fortgang der Gespräche wurde bis Redaktionsschluss nichts bekannt. Mbeki, der Mitte September das Machtteilungsabkommen zwischen Mugabes ZANU(PF) sowie Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara, jeweils MDC, vermittelt hatte, äußerte sich im Vorfeld „sehr optimistisch“.
Die Parteien können sich nicht über die Verteilung der Schlüsselministerien einigen. Sollte auch der Gipfel keine Lösung bringen, will Tsvangirai andere afrikanische und internationale Staatschefs um Hilfe bitten.
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