Windhoek/Harare/Mutare - In Simbabwe wird der Fall Roy Bennett immer mehr zum Politikum und zur ernsthaften Zerreißprobe für die neue Einheitsregierung, die gestern ihre Arbeit aufgenommen hat: Der Haftprüfungstermin des 52-jährigen designierten Vizelandwirtschaftsministers ist gestern ausgefallen, Bennett soll jetzt heute Nachmittag oder morgen früh vor dem Richter stehen. Grund: Der Staatsanwalt aus Harare war nicht in Mutare aufgetaucht, was in Bennetts Partei MDC erneut als Schikane gewertet wurde. Bennett, der am Freitag im Beisein der AZ in Harare verhaftet worden war, muss sich wegen Terrorismus und Aufwiegelung verantworten. Die MDC bestätigte der AZ, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er bekomme Nahrung und sei in eine weniger überfüllte Zelle verlegt worden.
Der Fall Bennett schürt ernsthafte Zweifel an den Erfolgsaussichten der neuen Einheitsregierung. Die MDC forderte die sofortige Freilassung des 52-Jährigen und weiteren politischen Gefangenen. "Wenn Bennett morgen (Dienstag) nicht frei ist, wird sich die Parteispitze treffen und das weitere Vorgehen beraten", erklärte der neue Finanzminister Tendai Biti gestern. Auch ein Rückzug aus der Einheitsregierung mit Robert Mugabes ZANU (PF) scheint dabei nicht mehr unmöglich zu sein.










