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Vom 10.11.2008

SADC-Gipfel ohne Durchbruch

Zunächst keine Ergebnisse zur Simbabwe-Frage – Motlanthe appelliert

Windhoek/Johannesburg – Ein SADC-Sondergipfel in Johannesburg hat offenbar keinen Durchbruch zur Lösung der Simbabwe-Krise gebracht. Zwar dauerte das Treffen bei Redaktionsschluss noch an, allerdings wurden keine konkreten Ergebnisse erwartet. Zu Beginn des Treffens des Staatenbundes, an dem auch Präsident Hifikepunye Pohamba teilnahm, hatte sein südafrikanischer Amtskollege Kgalema Motlanthe die politischen Rivalen Simbabwes zu Vernunft und reifem Handeln aufgefordert. „Das schulden Sie Ihrem Volk“, sagte Motlanthe, gerichtet an Präsident Robert Mugabe sowie die beiden MDC-Vertreter Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara. Das Machtteilungsabkommen vom 15. September müsse umgesetzt werden. „Es ist der einzige Weg, um Simbabwe aus der sozio-ökonomischen Krise zu führen.“ Dass man sich bisher nicht geeinigt habe, so Motlanthe, sei eine Enttäuschung.
Gestern äußerten sich weder Mugabe noch Tsvangirai, in den Tagen vor dem Gipfeltreffen war der Ton allerdings merklich rauer geworden. Beide Seiten schoben sich gegenseitig die Schuld für den Stillstand in den Verhandlungen über die im Machtteilungsabkommen festgelegte Verteilung der 31 Ministerien in die Schuhe. Vor allem das Innenministerium, dem die Polizei untersteht, ist Knackpunkt in den seit Tagen unterbrochenen Gesprächen.
Das simbabwische Volk hatte große Hoffnungen auf den Gipfel gesetzt, der nach dem Scheitern eines von Tsvangirai boykottierten ersten Vermittlungsversuchs im kleineren SADC-Rahmen einberufen worden war. In Harare trafen sich unter Polizeibewachung rund 300 Gläubige zu einer Mahnwache und Gebeten für eine schnelle Einigung. In Johannesburg demonstrierten etwa 500 Anhänger von Morgan Tsvangirai mit Plakaten gegen Mugabe. Auch dessen Unterstützer waren – wie immer singend - angereist, allerdings in geringerer Zahl.
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