Die heutige Titelseite

 

Newsletter


Regen in Namibia

 

Vom  5.01.2009

Politisches Drama geht weiter

Simbabwe: Tsvangirai verweigert Amt, Mugabe bildet Kabinett

Windhoek/Harare – Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, schon nehmen die politischen Spannungen wieder zu. Während Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ankündigte, nicht Premierminister zu werden, so lange die Differenzen mit Präsident Robert Mugabe und seiner ZANU (PF) nicht ausgeräumt seien, treibt der 84-Jährige offenbar ungebremst die Regierungsbildung voran. Zwölf bisherige Minister, die im neuen Parlament ihren Sitz verloren hatten, wurden entlassen, laut der Staatszeitung The Herald stelle Mugabe jetzt ein Kabinett zusammen. Details wurden nicht genannt. Tsvangirai, seit Wochen im Ausland, hatte in einem Brief an Mugabe und Südafrikas Präsidenten Kgalema Motlanthe in seiner Funktion als SADC-Vorsitzenden auch betont, es sei vermessen, anzunehmen, dass seine MDC-Partei Mugabes Ministerienverteilung akzeptiere. In dem Schreiben hatte der Oppositionschef zudem die Freilassung von inhaftierten Oppositionellen verlangt, darunter auch die Direktorin des Zimbabwe Peace Projects, Jestina Mukoko. Sie muss heute mit weiteren Angeklagten erneut wegen angeblicher Planung und Vorbereitung eines Putsches gegen Robert Mugabe vor Gericht erscheinen. Der südafrikanische Sunday Independent schrieb gestern, die Frau sei in der Haft gefoltert und vergiftet worden. Ihr würden vom Wachpersonal im Hochsicherheitsgefängnis Chikruibi unter Zwang Medikamente eingeflößt. Ihre Anwältin Beatrice Mtetwa hat jetzt eine toxikologische Untersuchung gefordert. Mukoko und 28 Mitglieder der MDC sollen bereits Personen rekrutiert haben, die in Botswana eine militärische Schulung für einen Putsch durchlaufen sollten. Die Aktivistin war am 3. Dezember aus ihrem Haus entführt worden.
Archiv


Wetter

Air Berlin

 

EES GANZ PRIVAT

 

Simbabwe

 

Südafrika

 

Air Namibia