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Vom 18.12.2008

„Misstrauen“ ist da

Hoffen auf Regierungsbildung in Simbabwe

Pretoria/Bonn - Die südafrikanische Staatengemeinschaft (SADC) hat Simbabwe erneut zur Bildung einer Regierung aufgefordert. Erst dann könnten die Probleme angegangen werden, sagte gestern SADC-Vorsitzende und südafrikanische Präsident Kgalema Motlanthe und weiter: „Wir hoffen, dass die Regierung diese Woche gebildet wird.“ Zugleich wies Motlanthe Vorwürfe der simbabwischen Regierung zurück, die Opposition rüste sich im benachbarten Botsuana für einen Sturz von Staatschef Robert Mugabe.
Die SADC habe eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Mugabe diese Anschuldigungen vorgebracht habe, sagte Motlanthe. Allerdings sei die Gemeinschaft davon überzeugt, dass die Vorwürfe falsch seien. „Wir haben das niemals geglaubt“, betonte der Präsident. Botswana hat die Vorwürfe bereits zurückgewiesen. Sie sollten lediglich als Vorwand dienen, damit Mugabe den Notstand ausrufen könne.
„Zwischen den Politikern in Simbabwe herrsche ein enormes Misstrauen“, sagte Motlanthe. Deswegen könne die SADC dem Land erst dann wie geplant Hilfsgüter liefern, wenn dafür eine neue unabhängige Organisation gegründet sei.
Die Cholera-Epidemie in Simbabwe hat sich unterdessen zugespitzt. Mehr als 18.000 Menschen haben sich nach Angaben der Welthungerhilfe angesteckt. Die Zahl der Toten stieg in der letzten Woche demnach um 25 Prozent auf über 1.000.
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