Vom 18.06.2008 Mehr BeobachterAngula: Wahl in Simbabwe wird gut überwacht
Windhoek/Harare/Helsinki – Namibias Premierminister Nahas Angula hat sich fernab der Heimat zur Krise in Simbabwe geäußert und dabei angekündigt, dass doppelt so viele afrikanische Beobachter wie bislang vorgesehen zu der am 27. Juni angesetzten Stichwahl um das Präsidentenamt entsendet werden. „Es sollen an jedem Ort in Simbabwe Beobachter sein. Wir tun dies, weil wir hoffen, dass ihre Anwesenheit politische Gewalt verhindern wird“, sagte Angula in Helsinki, wo er sich seit einigen Tagen aufhält.
In Simbabwe selbst haben gestern die Anwälte des festgenommenen MDC-Generalsekretärs Tendai Biti bei Gericht einen Antrag auf sofortige Freilassung ihres Mandanten gestellt. Weil zunächst kein Richter verfügbar war, wurde noch nicht verhandelt, auch wurde Biti erneut nicht aus den Polizeizellen zum Gerichtgebäude gebracht.
Ihm wird Hochverrat vorgeworfen, weil er einen Putsch geplant haben soll und zudem vor Bekanntgabe der Ergebnisse der Wahlen vom 29. März den MDC-Chef Morgan Tsvangirai zum Sieger erklärt hatte. Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Biti war vergangene Woche kurz nach seiner Rückkehr von einem zweimonatigen Auslandsaufenthalt festgenommen worden.
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