Vom 11.09.2008 Kein ErgebnisSimbabwe: Verhandlungen ziehen sich weiter hin
Windhoek/Harare – Vorsichtiger Optimismus statt Einigung: Bei den Regierungsverhandlungen in Simbabwe zwischen ZANU (PF) und den beiden Fraktionen der MDC hofft man weiterhin auf eine baldige Übereinkunft, diese wurde allerdings nicht, wie zunächst propagiert, gestern getroffen. Eine Einigung sei aber noch in dieser Woche möglich, hieß es aus den Reihen der MDC. Auch der Präsident Robert Mugabe äußerte sich „optimistisch“. Es gebe nur noch wenige ungeklärte Fragen, sagte er im Vorfeld des Treffens mit den MDC-Vertretern Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara sowie dem Vermittler, Südafrikas Präsidenten Thabo Mbeki.
Knackpunkt der Verhandlungen war und ist offenbar die Frage der Machtverteilung zwischen Robert Mugabe, der auch weiterhin Präsident bleiben soll, und dem designierten Premierminister Morgan Tsvangirai. Laut Medienberichten hält Mugabe unter anderem daran fest, alleiniger Chef des Kabinetts zu werden, mit Tsvangirai nur als Stellvertreter. Das lehnt dieser genauso ab wie die Ansprüche Mutambaras auf den Posten des Vize-Premierministers.
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