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Vom 23.01.2009

Hungern gegen Robert Mugabe

Windhoek/Johannesburg – Mit einem Hungerstreik wollen prominente südafrikanische Menschenrechtsaktivisten gegen das Regime von Simbabwes Machthaber Robert Mugabe protestieren und die SADC zum Eingreifen zwingen. Organisiert wurde die Aktion von einer Gruppe, die sich mit Beginn des Hungerstreiks gleichzeitig offiziell gegründet hat: Save Zimbabwe now! (Rettet Simbabwe jetzt!). Die Bewegung will zudem den „leidenden Bürgern“ ihre Solidarität zeigen.
Eine der prominentesten Mitstreiterinnen ist Graća Machel, Ehefrau von Nelson Mandela, die bei der Vorstellung der Organisation in Johannesburg das Regine von Mugabe „ungesetzlich“ nannte. „Eine Regierung, die ihre Bürger misshandelt, hat jegliche Legitimation verloren“, so Machel. Gleichzeitig griff sie die Staatschefs der Region frontal an: Diese hätten zugelassen, dass hunderttausende Menschen in Simbabwe völlig unnötig zu Grunde gegangen seien. „Die SADC hätte das verhindern können. Wir haben ihr einfach zu lange vertraut.“
Insgesamt beteiligen sich 55 Personen an dem Hungerstreik, bei dem mindestens 21 Tage am Stück gefastet werden soll. „Tut sich nichts in Simbabwe, werden wir die Aktion auf drei Monate ausdehnen“, so Menschenrechtler Kumi Naidoo, der selber mithungert. Auch Erzbischof Desmond Tutu wird aus Solidarität jeden Mittwoch fasten.
Ob der Ruf der Gruppe gehört wird, könnte sich schon am Montag zeigen: In Südafrika steht erneut ein SADC-Gipfel zum Thema Simbabwe an.
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