Vom 19.09.2008 Gespräche gekipptSimbabwe: Regierungsbildung vorerst gescheitert
Windhoek/Harare – Die Regierungsbildung in Simbabwe ist vorerst gescheitert: Zwar kamen die Spitzen von ZANU (PF) und MDC nach bereits zweitägigem Aufschub gestern zusammen, um über die Verteilung der 31 Ministerien zu diskutieren, die Gespräche wurden aber schon nach kürzester Zeit abgebrochen. Man habe keine Einigkeit über die Zuteilung der einflussreichsten Ressorts erzielen können, hieß es aus MDC-Kreisen. Ob, wann und wo weiter verhandelt wird, stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Die Opposition soll insgesamt 16, die ZANU (PF) von Präsident Robert Mugabe 15 Ministerien erhalten.
Schon am Vorabend hatte der 84-Jährige erneut durch abwertende Äußerungen im Staatsfernsehen von sich Reden gemacht. „Hätten wir uns bei der Wahl im März nicht einen solch großen Schnitzer erlaubt, dann wären wir jetzt nicht dieser Demütigung ausgesetzt“, so Mugabe vor Parteigenossen. „Aber damit müssen wir jetzt klar kommen.“ Mugabe und die MDC-Vertreter Morgan Tsvangirai als designierter Premierminister sowie Arthur Mutambara hatten am Montag ein historisches Machtteilungsabkommen unterzeichnet, das Mugabes Einfluss erstmals seit 28 Jahren beschneidet.
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