Windhoek/Washington/Harare – Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat afrikanische Staatschefs zu stärkerem Druck auf Simbabwes Präsidenten Robert Mugabe aufgefordert. Der 84-Jährige müsse für sein Tun zur Rechenschaft gezogen werden, sagte Rice auf einer Handelskonferenz mit afrikanischen Staaten in Washington. Simbabwe sei die „Herausforderung für Afrika“ und das Volk in einer „herzzerreißenden Notlage“.
Derweil stellte US-Präsident George W. Bush trotz des Scheiterns im Weltsicherheitsrat weitere Sanktionen gegen das Mugabe-Regime in Aussicht. Seine Regierung werde entsprechende Möglichkeiten erörtern.
Die Opposition in Simbabwe hat derweil schnellen Verhandlungen mit der Regierungspartei ZANU (PF) eine Absage erteilt. Das sei unrealistisch, so MDC-Chef Morgan Tsvangirai und wies damit südafrikanische Medienberichte zurück, wonach bereits morgen Verhandlungen beginnen sollten: „Wir werden eine solche Vereinbarung nicht unterzeichnen, bis unsere Bedingungen erfüllt sind.“ Die MDC fordert das sofortige Ende der Staatsgewalt gegen ihre Anhänger sowie einen zusätzlichen Vermittler neben Südafrikas Präsidenten Thabo Mbeki.