Vom 21.10.2008 Drama um PassTsvangirai lässt SADC-Gipfel beinahe platzen
Windhoek/Mbabane/Harare – Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat gestern beinahe den SADC-Sondergipfel in Swasiland schon vor Beginn zum Scheitern gebracht. Am Morgen erklärte Tsvangirai seinen Boykott des Treffens, weil er noch immer keinen simbabwischen Pass, sondern lediglich Notreise-Dokumente bekommen habe. Am Nachmittag akzeptierte er dann allerdings das Angebot von Swasilands König Mswati III, sich mit dessen Privatjet einfliegen zu lassen. Allerdings wurde er erst nach Redaktionsschluss in Mbabane erwartet. Tsvangirai wartet seit Monaten auf die Ausstellung eines neuen Passes. Die ZANU (PF) von Präsident Robert Mugabe nannte seine Entscheidung zum Boykott einen Witz. Die Regierung habe ihm nicht aus politischen Gründen keinen Pass ausstellen wollen, sondern wegen einer Knappheit an Papier für Ausweise.
Trotzdem stehen bei dem Sondergipfel unter Leitung der SADC-Sicherheitskommission die Zeichen auf eine Einigung im Streit um die Verteilung der Kabinettsposten schlecht. Schon im Vorfeld hatte die MDC erklärt, der Gipfel habe zu wenig Schlagkraft, um Präsident Robert Mugabe zur Räson zu rufen.
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