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Regen in Namibia

 

Vom  2.07.2008

Das Schweigen der Afrikaner

Da gewinnt man eine völlig einseitige Wahl, lässt sich sofort als Präsident wieder vereidigen und reist zum nächsten Treffen der afrikanischen Staatsführer ohne schlechtes Gewissen und ohne von einem der Kollegen getadelt zu werden Warum eigentlich nicht? Haben die anderen afrikanischen Führer ein schlechtes Gewissen? Sind sie demokratisch gewählt worden? Will man sich selbst keine Blöße geben?

Anscheinend will und kann niemand auf dem afrikanischen Kontinent den anderen verurteilen, da jeder irgendwie jedem verpflichtet ist und niemanden verärgern will. Dies geschieht zum Nachteil der Einwohner der jeweiligen Länder, die sich aber auch nicht trauen ihre Führer zu tadeln wenn es ihnen schlecht geht.

Einige Stimmen, die noch von Wenigen vor der Wahl in Simbabwe zu hören waren, sind auf dem AU-Treffen wieder auffallend still geworden. Anscheinend will niemand Mugabe verärgern oder nicht der Erste sein, der den Diktator nach dieser Wahlfarce nicht anerkennt. Soll die stille Diplomatie so still sein, dass niemand sie hört? Afrika möchte sich demokratisch geben, schafft regionale unabhängige Gerichte, aber deren Urteile werden in Simbabwe mit den Füßen, bzw. Fäusten getreten, wie jetzt wieder an dem Farmer Campbell geschehen. Und wieder sagt keiner etwas.

Wann haut endlich ein afrikanischer Führer auf den Tisch und hilft dem Land Simbabwe und seinen Einwohnern?
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