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Vom  2.10.2008

Comeback für Thabo Mbeki?

Südafrikas Ex-Präsident soll Kabinetts-Krise in Simbabwe lösen

Windhoek/Harare – Südafrikas Ex-Präsident Thabo Mbeki steht offenbar kurz vor einer Rückkehr auf die Politik-Bühne: Er soll die festgefahrenen Gespräche über eine Regierungsbildung in Simbabwe wieder in Gang bringen. Das erklärte die oppositionelle MDC gestern. Mbeki hatte kurz vor seinem erzwungenen Rücktritt als offizieller SADC-Vermittler die rivalisierenden Parteien ZANU (PF) und MDC zum Machtteilungsabkommen geführt.

MDC-Sprecher Nelson Chamisa bestätigte gestern, dass seine Partei sowohl die SADC als auch Mbeki kontaktieren wolle. „Dies ist eine dringende Angelegenheit, unsere Verbindungen zur SADC sind bereits aktiviert“, so Chamisa. Von der SADC hieß es, man sei noch nicht kontaktiert worden. „Sollte es Schwierigkeiten geben, muss das mit dem Vermittler besprochen werden. Und das ist Thabo Mbeki“, so SADC-Sprecher Charles Mubita. Auch Mbekis Partei ANC hatte anklingen lassen, dass Mbeki Vermittler bleiben solle. Allerdings, so Mbekis Sprecher Mukoni Ratshitanga, erwarte man von der SADC eine offizielle Erklärung zum Status des Ex-Präsidenten.

Die ZANU (PF) von Robert Mugabe verwehrte sich allerdings gegen ein erneutes Eingreifen Mbekis. Dies sei nicht nötig, es gebe keinen Stillstand in den Gesprächen.
Nach Mbekis Abtritt hatten sich Zweifel gemehrt, ob das Machtteilungsabkommen zwischen Mugabe sowie den beiden MDC-Führern Morgan Tsvangirai und Arthur Mutambara umgesetzt wird. Tatsächlich waren Gespräche über die Verteilung der 31 Ministerien kurz darauf abgebrochen worden. Kürzlich hatten Mugabe und Tsvangirai angekündigt, sich bis Ende dieser Woche einigen zu wollen.

Die MDC bemängelt, dass die ZANU (PF) zu viele Schlüsselministerien beansprucht. Mugabes Partei wird 15 Ressorts leiten, die beiden MDC-Fraktionen zusammen 16.
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