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Vom 24.11.2008

Besucher in Simbabwe nicht erwünscht

Mugabe-Regierung verweigert Ex-Politikern Einreisegenehmigung: „Nicht um Erlaubnis gefragt“

Windhoek/Harare/Johannesburg – Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat den Besuch von hochrangigen Ex-Politikern in seinem Land einen Riegel vorgeschoben. Wie Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan und Ex-US-Präsident Jimmy Carter gestern in Johannesburg mitteilten, hätten sie von der Führung in Harare kein Einreisevisum bekommen, weil sie nicht ordnungsgemäß um Erlaubnis gefragt hätten. Das Außenministerium dementierte dies zwar, allerdings hatte Mugabe schon vorher klar gemacht, die beiden Nobelpreisträger sowie Menschenrechtsaktivistin Graca Machel, Ehefrau von Nelson Mandela, seien nicht willkommen. Alle drei gehören dem von Mandela im Juni 2007 gegründeten „Ältestenrat“ an.

„Wir sind enttäuscht, dass die simbabwische Regierung offensichtlich nicht kooperieren will“, so Carter. Er und Annan betonten erneut, ihr Besuch sei keinesfalls politisch, sondern von humanitären Gründen motiviert gewesen. Man habe sich ein Bild von der Lage der darbenden Bevölkerung sowie vom grassierenden Cholera-Ausbruch mit mittlerweile rund 300 Toten machen wollen.
Das Mugabe-Regime sei offensichtlich unempfänglich für die Nöte der Bevölkerung und unfähig, um Hilfe zu bitten, so Carter. Er und Annan hatten sich nach der Einreiseverweigerung mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai in Johannesburg getroffen und humanitäre Fragen diskutiert.
Derweil forderten Südafrikas Präsident Kgalema Motlanthe und sein botswanischer Amtskollege Ian Khama gestern nach Gesprächen über die Simbabwe-Frage eine schnelle Regierungsbildung. Khama ist einer der wenigen und sicher der schärfste Kritiker Mugabes im südlichen Afrika.
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